Rohrbruch: Wasser läuft durchs ganze Haus

Mittwoch, den 08. Februar 2012 um 14:43 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Die Feuerwehren aus Korbach und Lelbach rückten nach einem Wasserrohrbruch in den Stadtweg aus. Die Feuerwehren aus Korbach und Lelbach rückten nach einem Wasserrohrbruch in den Stadtweg aus. Foto: pfa/Archiv

LELBACH. Nach einem Rohrbruch im Dachgeschoss eines älteren Fachwerkhauses ist das Wasser durch Lehmdecken und -wände bis ins Erdgeschoss gelaufen. Der Hausbesitzer riegelte rasch die Hauptleitung ab und verständigte die Feuerwehr.

Die Brandschützer aus Lelbach und der Kernstadt wurden am Dienstagabend gegen 21 Uhr alarmiert. Nach Angaben des Einsatzleiters und stellvertretenden Stadtbrandinspektors Carsten Vahland war durch Frost eine Wasserleitung im Wohngebäude eines landwirtschaftlichen Anwesens im Stadtweg geplatzt. Das austretende Wasser suchte sich laut Vahland seinen Weg vom Dachgeschoss nach unten - und drang dabei in Lehmdecken und Lehmwände des älteren Gebäudes ein. So gelangte das Wasser vom Dachgeschoss durch die erste Etage bis ins Erdgeschoss, Raufaser und Putz fielen von Wänden und Decken. "Der Hausbesitzer hatte Angst, dass noch mehr passiert, und rief deswegen uns zu Hilfe", sagte der Einsatzleiter.

Während die Korbacher Kameraden nicht zum Einsatz kamen und nach kurzer Zeit zum Stützpunkt in die Kreisstadt zurückkehrten, leisteten die acht Lelbacher Brandschützer unter anderem Hilfe bei Aufräumarbeiten. Außerdem montierte die Feuerwehr gemeinsam mit einem Elektriker mehrere Lampen und Deckenleuchten ab, "damit mit Strom und Wasser nichts passiert", sagte Vahland. Nach etwa einer Stunde war der Einsatz für die Helfer beendet.

Leitungen zum Ende der Frostperiode im Auge behalten
Die Bewohner werden wohl noch etwas länger die Auswirkungen des Wasserschadens spüren: Das gesamte Gebäude müsse nun zunächst getrocknet werden, sagte der stellvertretende Stadtbrandinspektor, danach erst könne man die Renovierung beginnen. Vahland appellierte im Gespräch mit 112-magazin.de daran, vor allem zum Ende der Frostperiode Wasserleitungen in nicht oder kaum genutzten Räumen im Auge zu behalten. Häufig würden die Leitungen bei Frost platzen, das gefrorene Wasser wirke dann wie ein Verschluss. Sobald jedoch die Temperaturen ansteigen würden, so Vahland, trete das Wasser ungehindert aus. Bei einem Wasserschaden sei es wichtig, so schnell wie möglich die Hauptleitung des Hauses zuzudrehen.


Vergangene Woche hat Wasser nach dem Platzen einer Leitung in einem Bekleidungsgeschäft gestanden:
Rohrbruch: Asienladen unter Wasser (04.02.2012, mit Fotos)

Zuletzt geändert am Mittwoch, den 08. Februar 2012 um 18:53 Uhr