Schlammlawine vor Feuerwehrhaus - mit Video

Freitag, den 26. August 2011 um 20:23 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Mit Gummistiefeln und Flitschen "bewaffnet": Feuerwehrleute in Rhena mussten am Freitagabend Schlamm beseitigen. Mit Gummistiefeln und Flitschen "bewaffnet": Feuerwehrleute in Rhena mussten am Freitagabend Schlamm beseitigen. Foto: pfa

RHENA. Eine wahre Schlammlawine hat am Freitagabend den Platz vor dem Feuerwehrgerätehaus geflutet. Auch auf der vorbeiführenden Straße stand der Matsch bis zu 15 Zentimeter hoch.

Ein heftiger Gewitterregen ging gegen 18.15 Uhr über dem Korbacher Ortsteil nieder. Wie zuletzt vor drei Jahren verwandelte der starke Regen das Erdreich von einer neben dem Feuerwehrgerätehaus gelegenen Weide in eine Schlammlawine, die den Berg hinunter und direkt auf den Vorplatz gespült wurde. Von dort aus lief die dreckige Brühe auch in das Domizil der Brandschützer, vor allem aber auf die Straße Am Goddelsberg. Von dort aus bahnte sich der Bach aus Matsch seinen Weg in Richtung Sportplatz.

Die Rhenaer zögerten nicht lange, griffen zu Schaufeln, Flitschen und Besen, zwei Landwirte kamen mit einem Traktor mit Räumschild und einem Radlader. Außerdem eilten die Kameraden der Korbacher Stützpunktfeuerwehr zu Hilfe. Sie setzten unter anderen das neue Großtanklöschfahrzeug ein - das GTLF verfügt über eine sogenannte Selbstschutzeinrichtung, die eingentlich bei Bodenfeuern genutzt wird: An der unteren Front befinden sich Wasserdüsen, mit denen im Brandfall die Flammen kurz vor Erreichen des Fahrzeugs gelöscht werden. In Rhena bewährte sich die Selbstschutzeinrichtung als komfortabler Kärcher-Ersatz. Erst nach mehrstündigem Einsatz war das große Reinemachen am Gerätehaus bewältigt.

Das Gewitter sorgte am frühen Abend außerdem für einen kurzzeitigen Ausfall der Stromversorgung im Upland: Ein Blitz schlug in einen hölzernen Stromleitungsmasten zwischen Welleringhausen und Bömighausen ein. Die ausgerückten Feuerwehrleute brauchten nicht mehr zu löschen, das Feuer an dem Holzmasten war bereits weitgehend von selbst erstickt. Techniker der EWF setzten die Stromleitung rasch wieder instand.

Zuletzt geändert am Samstag, den 27. August 2011 um 01:02 Uhr

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