Rentner nach Küchenbrand in Spezialklinik geflogen

Samstag, den 15. Oktober 2016 um 12:15 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Der 75-jährige Bewohner der betroffenen Wohnung wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Wiesbaden verlegt. Die Feuerwehr löschte den Brand und belüftete das Mehrfamilienhaus. Der 75-jährige Bewohner der betroffenen Wohnung wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Wiesbaden verlegt. Die Feuerwehr löschte den Brand und belüftete das Mehrfamilienhaus. Fotos: Feuerwehr Frankenberg

FRANKENBERG. Nach einem Küchenbrand in einem Merhfamilienhaus in der Wigand-Gerstenberg-Straße in Frankenberg ist der 75 Jahre alte Bewohner am Samstagmittag mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen worden. Die Küche brannte laut Polizei vollständig aus.

Der Rentner hatte den Angaben zufolge am Vormittag einen Topf mit Kartoffeln aufgesetzt und die Wohnung dann verlassen, um einkaufen zu gehen. Noch vor seiner Rückkehr gegen 11.30 Uhr war offenbar das gesamte Wasser im Topf verkocht, die Kartoffeln verbrannten. Nachbarn hatten laut Polizei bereits die Feuerwehr verständigt, weil Rauch aus der betroffenen Wohnung drang.

Als der 75-Jährige wenig später nach Hause kam, lief der Rentner trotz des Rauchs und der damit verbundenen Gefahren ins Gebäude. Dabei atmete er giftige Rauchgase ein und musste von Rettungskräften und Notarzt behandelt werden. Sie lieferten den Mann zunächst ins Kreiskrankenhaus nach Frankenberg ein, von wo aus der Patient mit dem Rettungshubschrauber Christoph Gießen in die Druckkammer einer Spezialklinik in Wiesbaden verlegt wurde. Lebensgefahr besteht laut Polizei offenbar nicht.

Die Küche brannte den Angaben zufolge nahezu vollständig aus. Im Einsatz unter der Leitung von Stefan Stross waren rund 30 Freiwillige aus der Kernstadt und aus Röddenau. Noch vor Eintreffen der Feuerwehr hatten die Polizei und ein Brandschützer, der in der Nähe wohnt und direkt zur angegebenen Adresse geeilt war, die übrigen 13 Bewohner aus dem Haus evakuiert. Sie alle kamen mit dem Schrecken davon. Den Schaden bezifferte der Dienstgruppenleiter der Frankenberger Polizei am Samstagmittag mit bis zu 10.000 Euro.

Nach Auskunft der Feuerwehr waren drei Trupps unter Atemschutz im Einsatz. Man habe nach den Löscharbeiten das Gebäude belüftet und damit wieder rauchfrei gemacht, hieß es. Außerdem trugen die Feuerwehrleute verschiedene vom Brand betroffene Gegenstände und Mobiliar ins Freie. (pfa)


In derselben Straße gab es im Sommer 2015 einen ähnlichen Einsatz:
Essen verbrennt: Wehr rettet Frau aus verqualmter Wohnung (02.07.2015)

Link:
Feuerwehr Frankenberg

Zuletzt geändert am Samstag, den 15. Oktober 2016 um 14:24 Uhr