"Schnulleralarm" in Allendorf: Zum Glück niemand verletzt

Donnerstag, den 18. August 2016 um 14:35 Uhr Verfasst von  Thomas Hoffmeister/HNA
Kokelnde Schnuller und Babyflaschendeckel haben am Donnerstag in Allendorf (Eder) für einen Feuerwehreinsatz gesorgt. Kokelnde Schnuller und Babyflaschendeckel haben am Donnerstag in Allendorf (Eder) für einen Feuerwehreinsatz gesorgt. Fotos: Thomas Hoffmeister/HNA

ALLENDORF (EDER). Feueralarm in einem Sechsfamilienhaus in der Allendorfer Sudetenstraße: 20 Feuerwehrleute der Wehren aus Allendorf (Eder) und Rennertehausen sind am Donnerstagmittag kurz vor 12 Uhr zur Brandbekämpfung ausgerückt. Im zweiten Obergeschoss des Hauses hatte ein Rauchmelder Alarm geschlagen. Aus den Fenstern quoll dicker Rauch.

Kleine Ursache, große Wirkung: Wie ein Polizeibeamter der HNA vor Ort erklärte, wollte eine Mutter Babyschnuller abkochen. Dazu hatte sie zwei Schnuller und zwei Babyflaschendeckel in einen Topf mit kochendem Wasser gegeben. Nach Polizeiangaben verließ die Frau dann mit ihren beiden Kindern die Wohnung, um einkaufen zu gehen. Dabei vergaß sie offenbar, den Herd auszuschalten.

Nachdem das Wasser verkocht war, begannen die Schnuller und Deckel auf dem heißen Boden des Topfes zu kokeln, was zu der starken Rauchentwicklung führte. Als der Rauchmelder Alarm schlug, war die Frau mit ihren beiden Kindern nicht mehr in der Wohnung - somit blieb die Familie unverletzt. Es wurde auch keiner der Mitbewohner im Haus verletzt.

Unter Atemschutz in Wohnung vorgedrungen
Die Feuerwehr rückte mit vier Fahrzeugen und 20 Einsatzkräften aus Allendorf und Rennertehausen an. Die Einsatzleitung hatte der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Klaus-Dieter Briel. Unter Atemschutz drang ein Feuerwehr-Trupp in die verrauchte Wohnung vor. Dazu mussten die Brandschützer die Wohnungstür eintreten. Die Feuerwehrleute brachten den Kochtopf mit seinem qualmenden Inhalt ins Freie und setzten einen Hochdrucklüfter ein, um das Haus vom beißenden Qualm zu befreien.

Vorsorglich waren auch zwei Rettungswagen und ein Notarzt vor Ort. Das medizinische Personal musste jedoch nicht eingreifen, da niemand verletzt worden war. Nach Angaben der Polizeibeamten vor Ort entstand - abgesehen von der eingetretenen Wohnungstür - kein Schaden. Der installierte Rauchmelder hat offensichtlich Schlimmeres verhindert.

Zuletzt geändert am Donnerstag, den 18. August 2016 um 16:06 Uhr