Schnelle Hilfe über (Landes-)Grenzen hinweg geübt

Dienstag, den 28. Juni 2016 um 21:58 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Die Übung sah die umfassende Hilfe nach einem Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten vor. Die Übung sah die umfassende Hilfe nach einem Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten vor. Fotos: Feuerwehr

HILLERSHAUSEN. Bei der schnellen Hilfe in Gefahrenlagen darf es keine Grenzen geben: Aus diesem Grunde kooperiert die Einsatzabteilung der Wehr aus Hillershausen seit Jahren mit dem westfälischen Löschzug aus Medebach. Bei einer gemeinsamen Übung konnten beide Wehren ihre Schlagkraft beweisen. Das Übungsszenario umfasste einen Unfall mit mehreren Verletzten und anschließendem Brand.

Hillershausen ist der am weitesten von der Kernstadt Korbach entfernte Ortsteil. Um die Hilfsfristen auch dort einhalten zu können, ist daher eine Zusammenarbeit mit der direkt benachbarten Wehr aus Medebach unerlässlich. Dass dabei eine Landesgrenze zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen überschritten wird, ist für die Einsatzkräfte nachrangig. Nur die schnelle Hilfe für die Bürger zählt.

Willi Schlichtherle, Wehrführer von Hillershausen, hatte ein interessantes Übungsszenario ausgearbeitet, um viele Tätigkeitsbereiche abdecken zu können. Angenommen wurde ein Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Traktor mit Planwagen im Schlepptau. Eine eingeklemmte Person im Fahrzeug und mehrere verletzte Personen auf dem Gespann waren zu versorgen. Ein durch den Unfall ausgebrochener Brand griff auf ein Gebäude über, aus dem dann ebenfalls noch zwei Personen zu retten waren.

Kurz nach der Alarmierung waren die ersten Kräfte aus Hillershausen vor Ort. Sofort wurde mit der Menschenrettung sowie mit der Versorgung der Verletzten begonnen. Die nachrückenden Kräfte des Löschzuges aus Medebach übernahmen die Befreiung der eingeklemmten Person mit hydraulischem Rettungsgerät. Das Fahrzeug musste dabei gegen weiteres Abrutschen gesichert werden. Ein pneumatisches Hebekissen kam ebenfalls zum Einsatz.

Zeitgleich wurde eine Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz aufgebaut, zusätzlich zapften die Feuerwehrleute auch noch Wasser aus einem Güllefass, das ein Landwirt zur ergänzenden Versorgung bereitgestellt hatte. Der weitere Löschangriff und die Rettung aus dem Gebäude wurden durch Einsatzkräfte beider Wehren unter Atemschutz vorgenommen. Auch die Medebacher Drehleiter kam zum Einsatz.

Abgerundet wurde die Übung durch die Beteiligung des Medebacher DRK, das mit einem Rettungswagen, Notarzt und dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst (OLRD) vor Ort war. Nach der Erstversorgung gab es eine Verletztensichtung und -klassifizierung vorgenommen. Den Abschluss bildete die konkrete Zuweisung in die umliegenden Kliniken.

Bei der anschließenden Besprechung hatten Korbachs stellvertretender Stadtbrandinspektor Carsten Vahland und der Medebacher Stadtbrandinspektor Herbert Kordes nur lobende Worte für die mehr als 40 beteiligten Einsatzkräfte parat. Die Zusammenarbeit habe reibungslos funktioniert.

Zuletzt geändert am Dienstag, den 28. Juni 2016 um 22:50 Uhr