Feuerwehren bewahren 40-Tonner vor dem Umstürzen

Sonntag, den 30. November 2014 um 22:48 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Feuerwehrleute aus den Großgemeinden Diemelsee und Willingen sorgten während der Lkw-Bergung am Sonntag dafür, dass der mit Futtermitteln beladene Auflieger nicht umstürzte. Feuerwehrleute aus den Großgemeinden Diemelsee und Willingen sorgten während der Lkw-Bergung am Sonntag dafür, dass der mit Futtermitteln beladene Auflieger nicht umstürzte. Fotos: Ralf Altenhein/112-magazin.de

NEERDAR/SCHWEINSBÜHL. Feuerwehrleute haben einen Abschleppunternehmen am späten Sonntagnachmittag dabei unterstützt, einen von der Kreisstraße 67 abgekommenen Sattelzug wieder auf die Fahrbahn zu ziehen. Die Brandschützer sorgten während der Bergung dafür, dass der Auflieger nicht umkippte.

Der mit Futtermitteln voll beladene Sattelzug war nach Auskunft des Willinger Gemeindebrandinspektors Jürgen Querl am Sonntagnachmittag von der Bundesstraße 251 aus Richtung Bömighausen kommend auf der K 67 nach Schweinsbühl unterwegs. Etwa 500 Meter hinter dem Bahnübergang geriet der Auflieger des 40-Tonners in einer Rechtskurve auf die rechte Bankette und dadurch in Schräglage - der Lkw-Fahrer gab später an, ihm sei auf der schmalen Strecke ein Fahrzeug entgegen gekommen, dem er ausweichen musste. Ohne Gefahr zu laufen, dass der Auflieger umkippt, konnte sich der Brummifahrer jedenfalls nicht aus seiner misslichen Lage befreien.

Die Feuerwehren aus Schweinsbühl, Adorf und Willingen rückten gegen 16.30 Uhr mit insgesamt etwa 50 Einsatzkräften auf die Kreisstraße aus, um die Bergung zu unterstützen. Die Bergung selbst führte ein Abschleppunternehmen mit einem Lkw-Schelppwagen durch. Damit wurde das Gespann rückwärts auf die Fahrbahn gezogen. Um weitere Schräglage und somit ein Umstürzen des Aufliegers zu verhindern, unterbauten die Brandschützer die drei rechten Räder des Aufliegers mit Holz.

Nach etwa zwei Stunden stand das Gespann wieder komplett auf der Fahrbahn, bis auf einen umgefahrenen Leitpfosten war keinerlei Schaden entstanden. Der Fahrer konnte seine Tour zu einem Landwirt in der Großgemeinde Diemelsee fortsetzen. Während der Bergung hatten die Feuerwehren außerdem die Gefahrenstelle ausgeleuchtet und abgesichert. Die Strecke blieb bis gegen 19.30 Uhr gesperrt.

Eisbruch: Strecke von Usseln nach Rattlar gesperrt
Ebenfalls gesperrt werden musste am Sonntag die Kreisstraße 65 von Usseln nach Rattlar: Hier hatte starke Raureifbildung zu Eisbruch geführt. Wann die Strecke wieder frei sein wird, stand zunächst nicht fest. Am Sonntagabend gegen 21.30 Uhr rückten die Feuerwehren Usseln und Welleringhausen noch auf die B 251 aus, nachdem in der Ohlenbeck ein Baum auf die Bundesstraße gestürzt war.


Willinger Kameraden waren am Mittwoch und Donnerstag bereits im Einsatz:
48 Tonnen schwerer Kran stürzt Abhang hinunter (26.11.14, mit Video u. Fotos)
Umgekippter Kran von zwei "Kollegen" wieder aufgestellt (27.11.14, mit Video u. Fotos)

Zuletzt geändert am Montag, den 01. Dezember 2014 um 00:05 Uhr