Dieseltank stürzt um: Wehren binden Kraftstoff ab (aktualisiert)

Dienstag, den 11. Februar 2014 um 14:09 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Die Feuerwehren hatten einigen zu tun an der Einsatzstelle in der Alrafter Straße. Die Feuerwehren hatten einigen zu tun an der Einsatzstelle in der Alrafter Straße. Fotos: pfa

HÖRINGHAUSEN. Ein mit Dieselkraftstoff befüllter Tank ist am Dienstag beim Verladen umgestürzt und zum Teil ausgelaufen. Etwa 30 Liter Kraftstoff flossen auf einen geschotterten Weg und die Straße. Die Feuerwehren aus Höringhausen, Sachsenhausen, Freienhagen und Ober-Werbe waren am Ortsrand im Einsatz, um die Gefahr rasch abzuwenden.

Nach Auskunft von Stadtbrandinspektor Uwe Schaumburg sollte der noch befüllte Dieseltank am Vormittag von einem großen Unternehmen am Höringhausen Ortsrand abtransportiert werden. Beim verladen löste sich offenbar ein Verzurrgurt, der doppelwandige Tank geriet ins Rutschen und stürzte zu Boden. Dabei hielt der Tank selbst zwar dem Aufprall stand, der Verschluss öffnete sich jedoch. Etwa 30 von insgesamt rund 300 Litern Dieselkraftstoff liefen aus.

Nach dem Notruf alarmierte die Leitstelle um 11.19 Uhr die Feuerwehren aus Höringhausen, Sachsenhausen, Freienhagen, Ober-Werbe, Waldeck und Korbach - zunächst war angenommen worden, der gesamte Inhalt sei ausgelaufen. Da sich gegenüber der Firmenzufahrt auch eine Kläranlage befindet, löste die Leitstelle einen umfassenden Alarm aus. Auch die Besatzung eines Rettungswagens eilte zur Einsatzabsicherung nach Höringhausen.

Die eingesetzten Wehren unter Leitung des stellvertretenden Stadtbrandinspektors Bernd Schäfer banden den Kraftstoff mit Ölbindemittel ab. Die Kläranlage oder Kanalschächte waren nicht betroffen.

Wehren am Nachmittag erneut alarmiert
Erneut alarmiert wurden die Feuerwehren aus Höringhausen und Sachsenhausen dann am Nachmittag gegen 17 Uhr, nachdem offenbar im Schotter versickerter Kraftstoff in einen Graben gelangte. Nach Angaben des Einsatzleiters wurde der Graben auf einer Länge von 60 Metern ausgebaggert, außerdem brachten die Einsatzkräfte schwimmende Spezialwürfel aus, die Öl oder Kraftstoff aufsaugen.

Laut Schäfer müssen diese Würfel ständig ausgetauscht werden, so dass der Einsatz zumindest für die Höringhäuser Kamderaden vermutlich die ganze Nacht andauern werde.

Zuletzt geändert am Dienstag, den 11. Februar 2014 um 20:18 Uhr