Feriengäste löschen Brand selbst - Appartement unbewohnbar

Samstag, den 11. Januar 2014 um 20:22 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Die Willinger Feuerwehr rückte am Samstag zweimal aus. Die Willinger Feuerwehr rückte am Samstag zweimal aus. Foto: pfa/Archiv

WILLINGEN. In großer Stärke von 25 Einsatzkräften ist die Willinger Feuerwehr am Samstag zu einem gemeldeten Wohnungsbrand in der Straße In der Kerbe ausgerückt. Tatsächlich hatte es auf einem Herd in einer Ferienwohnung gebrannt, die Bewohner hatten die Flammen bis zum Eintreffen der Brandschützer selbst gelöscht.

Nach Auskunft von Gemeindebrandinspektor Jürgen Querl wurden Feuerwehr und Rettungsdienst am Vormittag gegen 10.45 Uhr alarmiert, nachdem Feriengäste aus den Niederlanden einen Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus gemeldet hatten. Wenig später rückte die Wehr unter anderem mit Drehleiter und Tanklöschfahrzeug aus.

Beim Eintreffen der Kameraden hätten die Feriengäste bereits mit einem Feuerlöscher die Flammen auf dem Herd erstickt - was genau und vor allem warum gebrannt hatte, wusste der Einsatzleiter nicht. Die Tätigkeit der Feuerwehr beschränkte sich darauf, den vom Feuerlöscher ausgehenden "Nebel" mit einem Hochdrucklüfter aus dem Hausflur zu pressen. In der Wohnung selbst hatte sich das Löschpulver jedoch so sehr auf Möbel und andere Gegenstände gesetzt, dass "die Wohnung vorerst nicht mehr bewohnbar ist", sagte Querl. Das betroffene niederländische Ehepaar habe sich nach einer anderen Unterkunft umsehen müssen.

Die übrigen Wohnungen in dem Mehrfamilienhaus waren nicht betroffen. Die Besatzung des Rettungswagens brauchte nicht einzugreifen, verletzt wurde niemand. Angaben über die Schadenshöhe lagen auch am Abend nicht vor. Die Erdgeschoss-Wohnung müsse jedoch renoviert werden. Bereits gegen 11.30 Uhr rückten die Einsatzkräfte wieder ab.

Weiterer Alarm am Nachmittag
Erneut alarmiert wurde die Willinger Wehr dann am Samstagnachmittag gegen 15 Uhr, nachdem in einem Hotel in der Briloner Straße die Brandmeldeanlage ausgelöst hatte. Dort brannte es allerdings nicht, laut Querl könnte ein technischer Defekt für den falschen Alarm gesorgt haben. Die Brandschützer stellten die Anlage wieder "scharf" und kehrten zum Gerätehaus zurück.