Anspruchsvolle Übung im alten Bundeswehrdepot

Donnerstag, den 24. Oktober 2013 um 17:20 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Feuerwehrleute aus Helmscheid und Berndorf sowie Rettungskräfte der SEG Korbach absolvierten die anspruchsvolle Übung gemeinsam. Feuerwehrleute aus Helmscheid und Berndorf sowie Rettungskräfte der SEG Korbach absolvierten die anspruchsvolle Übung gemeinsam. Fotos: Feuerwehr/Carsten Vahland

HELMSCHEID. Im Ernstfall müssen benachbarte Wehren unabhängig von den Gemeindegrenzen eng zusammenarbeiten. Dass dies reibungslos funktioniert, bewiesen die Wehren aus Korbach-Helmscheid und Twistetal-Berndorf. Als gemeinsames Übungsobjekt diente das ehemalige Bundeswehrdepot auf der Helmscheider Höhe.

Eine starke Verrauchung im Bunkerlabyrinth des Hauptgebäudes verlangte den Einsatzkräften einiges ab. Insgesamt zwölf vermisste und teilweise verletzte Personen galt es zu retten. Mehrere Atemschutztrupps beider Wehren gingen in das Gebäude vor. Nach und nach wurden alle Vermissten aufgespürt, aus dem Gebäude befreit und anschließend den Rettungskräften der Schnelleinsatzgruppe (SEG) des DRK übergeben. Zwei Personen wurden mit einer sogenannten Bockleiter aus einem engen Schachtbauwerk befreit. Auch diese nicht alltägliche Aufgabe wurde rasch gemeistert.

Obwohl rund 40 Einsätzkräfte von Feuerwehr und SEG mit mehreren Fahrzeugen an der Übung beteiligt waren, wurde sehr schnell deutlich, dass im Ernstfall weitere Kräfte hinzugezogen werden müssen. Bei der anschließenden Manöverkritik war dies die wichtigste Feststellung.

Wehrführerin Marisa Saure (Helmscheid) - übrigens die einzige Wehrführerin der Großgemeinde Korbach - und der Berndorfer Wehrführer Marc Wäscher ließen das Übungsgeschehen nochmals Revue passieren und zeigten die Schwerpunkte auf. Die stellvertretenden Korbacher Stadtbrandinspektoren Carsten Vahland und Bernd Dittrich sowie der stellvertretende Twistetaler Gemeindebrandinspektor Stefan Rößner zeigten sich ebenfalls sehr zufrieden mit den erbrachten Leistungen.