Diesel auf Randstraße, zum Glück nicht im See

Montag, den 26. August 2013 um 06:13 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel

HERINGHAUSEN/ADORF. Bei Holzrückearbeiten ist Dieselkraftstoff auf die Diemelseerandstraße geraten. Feuerwehrleute streuten die etwa 100 Meter lange Spur ab. Auf dem See, wie zunächst befürchtet, fanden die Brandschützer keinen Treibstoff.

Die Feuerwehren aus Heringhausen und Adorf wurden am Samstagvormittag gegen 10 Uhr zu einem Einsatz auf der Straße in Richtung Sperrmauer am Diemelsee alarmiert. Die Meldung der Leitstelle lautete: "Öl auf dem Diemelsee und der Straße". Beim Ausrücken nahmen die Adorfer Kräfte daher auch das Feuerwehrboot mit.

Die Einsatzstelle befand sich an der Taucherbucht zwischen Heringhausen und Sperrmauer. Nachdem die ersten Einsatzkräfte eingetroffen waren und erkundet hatten, war klar, dass glücklicherweise kein Öl oder Diesel in den See geraten war. Die Einsatzkräfte streuten die Dieselspur mit Bindemittel ab. Die Spur hatte eine Länge von etwa 100 Metern.

Der Verursacher ist bekannt: oberhalb der Straße war ein Unternehmen mit Holzrückarbeiten tätig. Aus einer Maschine war vermutlich Dieselkraftstoff ausgetreten und auf die Straße geraten. Das Einsatzgebiet lag auf der westfälischen Seite des Sees. Die Polizei aus Marsberg war zur Freigabe der Straße vor Ort, wie Feuerwehrsprecher Günter Radtke am Wochenende erklärte.
Die Feuerwehren unter Leitung des Gemeindebrandinspektor Uwe Becker waren mit 30 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen. Das Boot, das bei solchen Einsätzen am Strandbad in Heringhausen zu Wasser gelassen wird und von dort aus zur Einsatzstelle fährt, kam nicht zum Einsatz.

Diesel auch in Adorf ausgetreten
Bereits am Freitagabend waren Kameraden der Feuerwehr Adorf damit beschäftigt, ausgetretenen Dieseltreibstoff abzubinden. Aus einem im Industriegebiet Adorf abgestellten Lkw einer heimischen Spedition war Diesel auf die Straße geraten. Zwei Einsatzkräfte, die sich bei der Alarmierung gerade zufällig am Feuerwehrhaus aufhielten, stellten eine Auffangwanne unter den Tank und streuten die Straße mit Bindemittel ab. Nach gut anderthalb Stunden war der Einsatz beendet. Die Einsatzleitung hatte der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Karl-Wilhelm Römer.

Die Feuerwehr appellierte an Auto- und Lkw-Fahrer, bei sommerlichen Temperaturen die Fahrzeugtanks nicht randvoll zu befüllen, damit es bei der Ausdehnung von Kraftstoffen nicht zum Überlaufen der Tanks kommt.

Zuletzt geändert am Montag, den 26. August 2013 um 08:14 Uhr