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SCHERFEDE. Weil ein alkoholisierter 18-Jähriger auf Motorhaube und Frontscheibe eines Autos sprang, muss er sich nun nicht nur wegen Sachbeschädigung, sondern auch wegen gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr verantworten.

Mit einem weiteren Autofahrer, der anhielt um zu helfen, kam es zu einer Prügelei. Die Tat ereignete sich am Sonntag, 25. Oktober 2020. Um 19.15 Uhr befuhr eine Mutter mit ihrem 18-jährigen Sohn die Bundesstraße 68 bei Scherfede. Beide kamen von einer Feier, bei der der Sohn Alkohol getrunken hatte. Während der Fahrt wurde der junge Mann aggressiv und wollte das Auto verlassen. Die Mutter stoppte den Wagen, der Sohn stieg auf der Bundesstraße aus, ließ sich aber von der Mutter nicht beruhigen.

Als der Mann auf die Gegenfahrbahn lief, hielt ein heranfahrendes Auto an. Die Fahrerin dieses Fahrzeugs stieg aus und wollte dem Mann helfen. Er nahm jedoch Anlauf und sprang auf die Motorhaube und gegen ihre Windschutzscheibe, die dabei zerbrach. Die Frau setzte sich daraufhin verängstigt in ihr Auto und verriegelte sämtliche Türen. Der alkoholisierte und auch aggressive Mann versuchte dann, ihre Fahrertür zu öffnen. Dies gelang ihm jedoch nicht.

Er rannte anschließend die B68 weiter, wo ein weiteres herankommendes Auto anhielt. Der Fahrer wollte ebenfalls dem Fußgänger auf der Bundesstraße helfen. Als der Fußgänger von ihm angesprochen wurde, schlug dieser direkt auf den Autofahrer ein. Der Autofahrer wehrte sich gegen die Schläge, brachte den alkoholisierten Mann zu Boden und hielt ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest. Der 18-Jährige blieb auch den Polizeibeamten gegenüber aggressiv und ließ sich nicht beruhige, ihm mussten Handschellen angelegt werden.

Mit einem Rettungswagen wurde er in ein Krankenhaus gebracht. Eine Richterin ordnete die Entnahme einer Blutprobe an. Gegen den jungen Mann ermittelt die Polizei nun wegen gefährlichem Eingriff ind en Straßenverkehr und wegen Sachbeschädigung. Das Auto mit der beschädigten Windschutzscheibe musste abgeschleppt werden, der Sachschaden wird auf rund 1000 Euro geschätzt.  (ots/r)

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Publiziert in HX Polizei
Sonntag, 29 Januar 2012 10:24

Bierflasche am Steuer kostet 2000 Euro

FRANKENBERG. 2000 Euro muss ein 49-Jähriger aus dem Frankenberger Land bezahlen, weil er mit 1,6 Promille Auto gefahren ist, hat das Amtsgericht Frankenberg entschieden. Und: Der Mann muss seinen Führerschein für ein Jahr abgeben.

Das Interessante an dem Fall: Ein Zeuge war sich „hundertpozentig sicher“, dass der 49-Jährige das Auto gefahren ist, ein Bekannter des Angeklagten beteuerte dagegen, dass er stattdessen am Steuer gesessen habe.

Beide blieben auch unter Eid bei ihren Aussagen. „Einer von Ihnen beiden wird wahrscheinlich noch Post bekommen“, sagte Richterin Andrea Hülshorst und drohte mit einer Freiheitsstrafe wegen Falschaussage.

Der Zeuge, dem die Richterin schließlich glaubte, hatte Folgendes gesehen, als er zum Rauchen auf seinem Balkon stand: Der Angeklagte und sein Bekannter parkten mit dem Auto gegenüber vor einem Asia-Imbiss. „Er ist gefahren“, sagte der Zeuge und zeigte auf den Angeklagten, „sonst müsste ich blind sein.“

Er habe ihn unter anderem an einer Jacke identifiziert, auf der das Logo des Arbeitgebers zu sehen war. Der 49-Jährige hätte auf dem Fahrersitz eine Bierflasche zwischen den Beinen stehen gehabt. Als er ausstieg und mit dem Hund im Kofferraum sprach, habe er gelallt, sagte der Zeuge. „Da habe ich die Polizei gerufen.“

Quelle: HNA

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