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MARSBERG/LICHTENAU. Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am Mittwochnachmittag auf der Autobahn 44, zwischen Marsberg und Lichtenau. 

Um 14.54 Uhr wurden die Feuerwehren Rhoden, Wrexen und Scherfede alarmiert - die Einsatzkräfte machten sich unverzüglich auf den Weg. Zeitgleich fuhren Notärzte und Rettungswagen aus Warburg, Marsberg und Herbsen los. Auch der Rettungshubschrauber Christoph 7 aus Kassel wurde angefordert. 

Nachdem die Beifahrerin vom Rettungsdienst aus dem verunfallten Fahrzeug befreit werden konnte, wurde klar, dass dies beim Fahrer des Pkw nicht möglich war. Daher mussten die Wehren zwei Rettungsscheren und Rettungszylinder parallel einsetzen, um den Mann zu befreien. 

Zu diesem Zeitpunkt war der Rettungshubschrauber bereits gelandet. Unverzüglich wurde der Fahrer in eine in der Nähe liegende Klinik geflogen. Danach kümmerten sich die Einsatzkräfte, mit Hilfe von Bindemittel, noch um die ausgelaufenen Betriebsstoffe des Fahrzeugs.

Die Autobahn war für die Dauer der Rettungsaktion voll gesperrt. Einsatzkräfte hatten auf dem Weg zum Unfallort zudem massive Probleme mit dem Verkehr, da viele Verkehrsteilnehmer nicht in der Lage waren, eine ordnungsgemäße Rettungsgasse zu bilden. 

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Publiziert in Polizei

Das Wetter ist zuerst nicht so gut an diesem Tag. Es ist windig draußen, regnerisch, teilweise sind die Sichten nicht optimal. Im Hangar steht ein zwei Turbinenhubschrauber vom Typ „EC 135“. Er hört auf den Namen „Christoph“, den der ADAC vor über 40 Jahren als Namen für die Rettungshubschrauber einführte, war doch der heilige Sankt Christophorus der Schutzpatron der Reisenden. Dies war nämlich der Grund, warum der ADAC in den späten 60er Jahren mit der Rettung aus der Luft begann: Die steigende Zahl der Verkehrstoten.

Tragischer noch war die Entstehung der heutigen DRF Luftrettung: Am 3. Mai 1969 wurde der neunjährige Björn, als er auf dem Weg vom Schwimmbad nach Hause war, wenige Meter vor seinem Haus von einem Auto überrollt. Über eine Stunde wartete er auf Hilfe. Zu spät – er starb auf dem Weg ins Krankenhaus. „Der ausgeprägteste Charakterzug unseres Sohnes war seine Hilfsbereitschaft“, sagt Vater Siegfried Steiger später. Deshalb war für ihn und seine Frau klar, dass sie gegen das schlechte Rettungssystem etwas tun müssen. Mit vielen Spenden wurden Notrufsäulen und Rettungswagen angeschafft. Schließlich verpfändete das Architektenehepaar sein Haus für den Kauf eines Rettungshubschraubers. Von diesem Geld wurde eine BO 105 gekauft und dem damaligen Innenminister Hans Dietrich Genscher zur Verfügung gestellt. Maßgabe der Steigers: Einzusetzen ausschließlich für den Rettungsdienst. Der Hubschrauber wurde dann an der BGU-Klinik Frankfurt/Main stationiert. Wenige Jahre später erklärte der Bund den Ausbau der Luftrettung für beendet, auch der ADAC wollte nach der Anfrage Steigers „nicht in sinkende Boote steigen“. Siegfried Steiger wagte einen neuen Versuch: Luftrettung auf privater Basis. Schließlich gründete er die Deutsche Rettungsflugwacht.

Auf dem Vorfeld des Stuttgarter Flughafens wollte Steiger vielen Medienvertretern die Maschine der Deutschen Rettungsflugwacht vorstellen. Der Hubschrauber, der eigentlich ein Transparent in den Himmel fliegen sollte, war aber plötzlich nicht mehr da. „Darauf hin titelte die Presse 'Hat Steiger übersteigert?', erinnert sich Siegfried Steiger. Anstatt das Transparent zu fliegen, war der DRF-Pilot der ersten Stunde, Günter Sasse, einem Funkspruch gefolgt: Es hatte einen schweren Verkehrsunfall bei Böblingen gegeben, bei dem mehrere Kinder beteiligt waren. Diese Kinder flog Günter Sasse in eine Klinik. Alle Beteiligten konnten gerettet werden. Das war die Geburtsstunde der Deutschen Rettungsflugwacht, der heutigen DRF Luftrettung.

„Christoph“ steht noch immer Hangar am Krankenhaus. Die Monteure der Firma Airbus Helicopter, früher Eurocopter und davor Messerschmidt Bölkow Blohm, haben sich sehr viel Mühe mit ihm gegeben. Viele Stunden haben sie an ihm gearbeitet, bis er so wurde, wie er jetzt ist und seinen Job ausüben kann: Leben retten. Trotzdem bekommt man so einen Hubschrauber gegen Starkregen nie ganz dicht. Weil man nicht weiß, wie sich das Wetter entwickeln wird, bleibt „Christoph“ bis zum Einsatz in seinem Hangar, wo es schön trocken ist.

Mit ihm warten ein Pilot, ein Rettungsassistent und ein Notarzt auf den Einsatz. An Stationen, an denen „Christoph“ mit einer Winde für die Berg- oder Seerettung ausgerüstet ist, wartet zusätzlich ein Bordtechniker auf den Einsatz. Manche „Christophs“ dürfen auch bei Dunkelheit fliegen. An diesen Stationen sind dann ab der Dunkelheit zusätzliche Piloten im Dienst. Dann sitzen vorne immer zwei Piloten und der Rettungsassistent steigt mit hinten ein.

Jetzt werden „Christoph“ und seine Besatzung plötzlich gebraucht: Ein Kind ist mit dem Fahrrad schwer gestürzt, hat Kopfverletzungen. Es hat keinen Helm getragen. Der Disponent hat den Hilferuf des Notarztwagens draußen auf dem Land entgegen genommen. Sie brauchen dringend einen Hubschrauber, der das schwer verletzte Kind in eine Spezialklinik fliegen kann, weil das örtliche Krankenhaus für derartige Verletzungen, und die Versorgung von Kindern nicht ausgelegt ist. Dann hat der Disponent der Leitstelle „Christoph“ alarmiert. Jetzt geht es ganz schnell, trotzdem nicht hektisch. Die Hangartore gehen auf, die Plattform, auf der „Christoph“ parkt, wird per Fernbedienung aus dem Hangar gefahren. Der Pilot sitzt schon auf seinem Sitz und gibt die Einsatzadresse ins Satteliten gestützte Navigationssystem ein, gleichzeitig sucht er den Einsatzort auf der Fliegerkarte. Sobald „Christoph“ vor der Tür steht, startet der Pilot die Turbinen. Er – der Pilot – ist schon lange dabei. Seine Heimat musste er verlassen, um den gelben „Christoph“ fliegen zu dürfen. Aber es ist ein Traumberuf gewesen und deshalb hat er es getan. Einer seiner Jungs wird heute übrigens auch Pilot. Manchmal ärgert sich der „Christoph“-Flieger. Darüber, dass unnötige Vorschriften und viel, viel Schreibkram und Formalitäten seinen eigentlichen Beruf immer schwieriger machen. Denn dafür ist er kein Pilot geworden. Sein Traum war es, Leben retten zu helfen und fliegen zu gehen. Früher war das oft schöner.

Während „Christoph“ sich ein wenig aufwärmt, um nachher gut fliegen zu können, und der Pilot dabei darauf achtet, dass alle erforderlichen Parameter im Normbereich bleiben, steigen der Notarzt und der Rettungsassistent zu. Der Rettungsassistent funkt jetzt mit dem Disponenten der Leitstelle, der „Christoph“ alarmiert hat. Die Einsatzdaten werden abgeglichen. Jetzt gibt der Disponent weitere Informationen bekannt: Das Kind ist mit dem Kopf auf einen Schotterweg geschlagen, nicht ansprechbar, und es wird nicht mehr richtig wach. Der Notarzt vor Ort ist bereits dabei, dem Jungen einen Plastikschlauch in die Luftröhre zu legen, um ihm damit beim Atmen zu helfen.

Kurze Zeit später, nur etwas mehr als eine Minute nach der Anforderung hebt „Christoph“ von seiner Plattform ab. Der Pilot ist jetzt dafür zuständig, dass sie alle sicher in das kleine Dorf kommen, um dem schwer verletzten Jungen zu helfen. Überall muss er seine Augen jetzt haben und „Christoph“ mit Händen und Füßen bedienen. Den Pitch, den Steuerknüppel und die Fußpedale muss er aufeinander abgestimmt bedienen. Dabei muss er außerdem auf die Sicht achten, auf Winde, auf Hindernisse und die Flugroute. Der Rettungsassistent hilft dem Piloten dabei. Er sitzt vorne links neben dem Piloten.

Trotz Regen, diesiger Sicht und Wind fliegen sie gemeinsam mit „Christoph“ in Richtung des kleinen Dorfes, östlich von „Christophs“ zu Hause. Wenn sie einen Flug wegen schlechtem Wetter mal nicht durchführen können, sind Ärzte oder Pflegepersonal in Krankenhäusern oft enttäuscht, weil sie einen schwer kranken Patienten dringend und schnell verlegen müssen. Doch die Leute, die mit „Christoph“ unterwegs sind, haben selbst Kinder, kommen an ihre Grenzen und müssen sich auch an Vorgaben halten. Es fällt ihnen nie leicht, einen Einsatz abzulehnen, aber manchmal geht es nicht, weil es für sie alle lebensgefährlich wäre. „Christoph“ könnte abstürzen und so könnte es zu einer Katastrophe kommen. Das möchten die Männer und Frauen von „Christoph“ nicht und deshalb sagen sie Einsätze ab, wenn es nicht geht. Sie sind deshalb keine Heulsusen oder haben keine Lust, sondern sie sind sehr besonnen und handeln zur Sicherheit aller Menschen. Dieses richtige Verhalten lernen sie regelmäßig in der Nähe von Bonn, wo viele „Christoph“ Besatzungen ausgebildet und trainiert werden.

„Christoph“ hat schon eine ganze Ecke seines Weges zurückgelegt. Er ist deutlich schneller als ein Auto. Es gibt auf dem Weg in das Dörfchen viele Kurven, Baustellen, Steigungen und Lkw, die man nicht überholen kann. Für „Christoph“ ist das kein Problem. Er kann einfach drüber fliegen und das alles hinter sich lassen. Jetzt geht es vorbei an so ein paar Wahrzeichen von „Christophs“ Heimat. Zuerst an einer Talsperre, die aber nur am Rande zu sehen ist, dann über eine gelbe, runde und historische Burg hinweg und schließlich über eine Anhöhe, die „Christoph“ gerade im Winterhalbjahr oft Probleme bereitet, weil es dort sehr oft nebelig ist. Heute geht es. Es ist eine Lücke in den Wolken und da passen sie durch. Der Pilot, er ist sehr erfahren und heute der Älteste im Team, manövriert „seinen“ Hubschrauber genau durch die Lücke – nur mit dem Ziel, dem schwer verletzten Jungen zu helfen. Ist das nicht toll?

Die Öffentlichkeit bekommt das zum größten Teil nicht mit. Stattdessen macht sie sich Gedanken über den Fluglärm, der eigentlich nur ein Vorwand ist, sie verurteilt die Betreiber von „Christoph“, weil die Presse einen angeblichen Skandal aufgedeckt hat, der keiner ist. Damit hat der „mündige Bürger“ nur wieder mal „eine Sau gefunden, die durchs Dorf getrieben werden kann“. Es ist aber sehr oft so, dass die Menschen, denen es gut geht und die bei einer Sache nicht dabei waren, die meisten Fehler finden und die meiste Ahnung haben.

Das macht die Frauen und Männer von „Christoph“ oft traurig oder auch mal böse. Denn am Ende sind sie es, die darunter leiden müssen. Ihre Arbeit wird genau beobachtet, scheinbar nach Fehlern gesucht. Das belastet sie, dabei ist ihr Job doch schon schwer genug.

Inzwischen meldet sich der Notarztwagen und möchte mit „Christoph“ sprechen. Wo er landen will, möchten die Kollegen am Boden wissen, um einen geeigneten Platz zu finden. Der Pilot ist in zwei Minuten da, möchte sich den Ort von oben anschauen und dann entscheiden, wo er landet. Vorbei an den letzten Firmen der ländlichen Umgebung, vorbei an einem schönen Schloss und einer der waldreichsten Gegenden von „Christophs“ Einsatzgebiet und schließlich kommt die Einsatzstelle in Sicht. Der Notarztwagen blinkt bereits mit seinen Blaulichtern, um „Christoph“ und seiner Besatzung den Weg zu weisen. Mit „Heizkisten“ oder „einsatzgeil“, wie es in der Öffentlichkeit oft formuliert wird, haben die eingeschalteten Blaulichter nichts zu tun.

Der Pilot legt „Christoph“ in einer leichten Kurve elegant auf die Seite, alle sehen sich jetzt die Einsatzstelle von oben an, während sie eine Runde drehen, um nichts zu übersehen. Nach Leitungen suchen sie da, nach Windrädern, Strommasten, losen Gegenständen, Kindern und Tieren für die „Christoph“ bei der Landung gefährlich werden könnte, oder umgekehrt. Von oben schauen die Besatzungen auf einen dunklen Untergrund und sehen Leitungen deshalb viel schwerer, als wenn man von unten an den Himmel schaut und nach einer Leitung sucht. Ein Streifenwagen sichert die Einsatzstelle zusätzlich ab und dann geht „Christoph“ schließlich direkt neben dem Notarztwagen zur Landung. Der Rettungsassistent und der Notarzt springen raus und laufen zu ihrem jungen Patienten. Der Pilot bleibt bei „Christoph“. Die Turbinen müssen vernünftig abgestellt werden, dann muss geschaut werden, ob beim Flug alles Heile geblieben ist und der Pilot muss auf „Christoph“ achten, dass ihm keiner zu nahe kommt. Er öffnet schon die Heckklappe, wo sie das Kind gleich einladen können. Dabei hört er eine Frau weinen. Er sieht sie mit einem Polizisten am Notarztwagen stehen. Das ist die Mutter des Jungen, die sich nun so große Vorwürfe macht, dass sie ihren einzigen Sohn ohne Helm hat fahren lassen. Das belastet den Piloten manchmal, obwohl er früher als Pilot der Bundespolizei sicher viele harte Dinge gesehen hat. Deshalb setzt er sich in seinen Hubschrauber, um den oftmals schlimmen Eindrücken und Bildern nicht so oft ausgeliefert zu sein.

Im Notarztwagen bekommt die Hubschrauberbesatzung eine Übergabe. Der Junge, 14 Jahre alt ist er, hat Medikamente bekommen, die ihn zum schlafen zwingen. Sonst würde er den Plastikschlauch in seiner Luftröhre nicht tolerieren. „Intubationsnarkose oder ITN“, nennen die Fachleute das. Am Anfang, so der Notarzt vom Rettungsdienst vor Ort, sei der Junge noch ein wenig wach gewesen, habe aber nur gewimmert und gestöhnt. Außerdem habe er sich wohl den Schädel gebrochen. Die Verformung des Kopfes kann man gut erkennen. Die Besatzung des Notarztwagens und die des Hubschraubers haben selbst Kinder. Das belastet sie sehr. Es kann sein, dass der Junge nie mehr so wird, wie er einmal vor dem Sturz war. Der Rettungsassistent von „Christoph“ schließt den Jungen an verschiedene Geräte an, mit denen er während des Fluges überwacht werden kann. Die Geräte des Notarztwagens werden entfernt. Sie bleiben beim Rettungsteam vor Ort. Der Notarzt telefoniert mit einem Krankenhaus, was den Jungen aufnehmen soll. Es ist das Krankenhaus, an dem „Christoph“ sein zu Hause hat und an dem es Ärzte gibt, die Patienten bei Bedarf an Kopf, Gehirn und Wirbelsäule operieren können. „Neurochirurgen“ heißen diese Ärzte. Der Arzt von „Christoph“ kennt sie, deshalb können die beiden das schnell am Telefon klären und schnell steht fest: Sie nehmen den Jungen.

Jetzt sind alle Vorbereitungen getroffen und der Junge kann auf die Trage von „Christoph“ umgelagert werden. Ganz behutsam heben ihn die Rettungsdienstler und das Team von „Christoph“ auf die Trage. Einer hält seinen verletzten Kopf fest. Es muss darauf geachtet werden, dass der Plastikschlauch nicht aus der Luftröhre gezogen wird. Ohne ihn atmet der Junge nicht. Die Medikamente die er bekommen hat, um zu schlafen, legen die Atmung lahm. Das macht in dem Moment eine Maschine, die zuvor vom Notarztwagen, später von „Christoph“ angeschlossen wurde. Der Junge schläft jetzt, und bekommt von all dem nichts mehr mit. Er hat jetzt keinen Stress und muss keine Schmerzen haben. Seine Mutter möchte sich von ihm verabschieden und gibt ihm einen Kuss ins Gesicht. Sie weint sehr und hat große Angst um ihr Kind. Die Rettungskräfte können diesen Moment fast nicht aushalten, so Leid tut ihnen das. Jeder ist mit Gedanken bei seinen Kindern und seiner Familie. Ein Polizist nimmt die weinende Mutter in den Arm. „Ihr Kind ist in den besten Händen“, verspricht er der Frau. Auch ihn belastet die Situation. „Christoph“ ist startklar, das Wetter mittlerweile viel besser geworden. Seine Lampen blinken schon, der Weg ist klar. Die Heckklappen werden geschlossen, der Landeplatz abgesichert. Jetzt startet der Pilot wieder die Turbinen. Hochkonzentriert sind sie jetzt. „Christoph“ hat wertvolle Fracht an Bord. Unter Überwachung geht es jetzt in die Spezialklinik. Über eine Stunde würde das auf dem Boden dauern, bei vielen Schlaglöchern, Kurven, Lkw und Steigungen. Der Pilot zeigt „Daumen hoch“. Das Zeichen, das er und „Christoph“ bereit sind, ihren so wichtigen zu Flug zu beginnen. „Christoph“ macht jetzt richtig Wind. Das kommt durch die vier Rotorblätter. Dann steigt der Rettungsassistent zu, der zuvor den Start von draußen überwachen musste. Er schnallt sich in Sekundenschnelle an und dann zieht der Pilot „Christophs“ Pitch nach oben. Die gelbe EC 135 hebt ab und fliegt mit dem Jungen in die Klinik. Wieder vorbei an dem schönen Schloss, einigen Firmen, dem Höhenkamm und kurze Zeit später an der gelben, historischen Burg und der Talsperre. Jetzt sehen sie bereits einen Fernsehturm in der Ferne. Das ist für „Christoph“ und seinen Piloten immer das Zeichen, dass sie gleich zu Hause sind. Auf dem Dach von „Christophs“ zu Hause warten bereits Ärzte und Pflegepersonal. Sie wissen schon, dass „Christoph“ ein schwer verletztes Kind an Bord hat. In der Klinik ist schon alles vorbereitet. Dann landet „Christoph“ auf dem Dach. Wie im Schlaf kennt der Pilot den Anflug. Aber trotzdem muss er immer aufs Neue auf Seitenwinde, Vögel, Hindernisse achten. Dann haben sie es geschafft: Nach elf Minuten Flug steht „Christoph“ auf dem Dach. Jetzt kümmern sich nach der Übergabe die Spezialisten im Krankenhaus um den Jungen. „Christoph“ wird wieder einsatzklar gemacht und dann nach unten geflogen auf die Holzplattform. Dort schreibt der Pilot das Bordbuch und tankt wieder auf. Die beiden Mediziner füllen verbrauchtes Material auf. Dann ist „Christoph“ wieder einsatzbereit.

Irgendwann später werden sie erfahren, dass der Junge es geschafft hat. Er wird wieder vollkommen gesund werden. Er hat riesiges Glück gehabt. Aus der Erfahrung wissen sie, dass Stürze ohne Helm in aller Regel nicht so enden. Sie sind erleichtert und noch einmal mehr motiviert, einmal mehr alles zu geben. Um ein Menschenleben zu retten – koste es, was es wolle.

Gestern war übrigens Tag der Luftrettung. Wusstet ihr das?

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Publiziert in Retter

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