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SIEGEN. In der Nacht zum 19. August kam es in der Hindenburgstraße zu einer Auseinandersetzung, bei der eine Person mit einem Messer lebensgefährlich verletzt wurde.

In der Siegener Innenstadt kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen, in deren Verlauf eine Person ein Messer einsetzte und einen 40 Jahre alten Siegener mit mehreren Messerstichen in Arm, Brustkorb und Hals lebensgefährlich verletzte. Der Tatverdächtige ergriff sodann die Flucht.  

Da aufgrund der Art und Schwere der Verletzungen von einem versuchten Tötungsdelikt ausgegangen wurde, erfolgte die Einrichtung einer Mordkommission. Nach zahlreichen Zeugenvernehmungen und weiteren Ermittlungen entschlossen sich Mordkommission und Staatsanwaltschaft, für sachdienliche Hinweise eine Belohnung auszuloben. Parallel dazu wurde auch die Möglichkeit eröffnet, sich anonym an ein eigens eingerichtetes Hinweistelefon zu wenden oder in der Tatnacht gefertigte Bilder und Videos anonym auf eine dafür eingerichtete Plattform hochladen zu können, wir berichteten: http://112-magazin.de/meldungen-aus-der-region/polizei/item/26876-nach-versuchtem-tötungsdelikt-2x-2000-euro-belohnung-für-hinweise.  

Im Zuge der Ermittlungen verdichtete sich der Verdacht gegen einen 21-jährigen Siegener, der sich nach der Tat ins außereuropäische Ausland begeben hatte. Noch bevor Staatsanwaltschaft oder Mordkommission an den Tatverdächtigen oder seine Familie herangetreten waren, bestellte sich für den Tatverdächtigen ein Verteidiger und kündigte an, der Tatverdächtige wolle sich dem Ermittlungsverfahren stellen.  

Nachdem zunächst der Verteidiger wichtige Augenzeugen des Tatgeschehens benannt und die mutmaßliche Tatwaffe den Ermittlungsbehörden übergeben hatte, stellte sich am 5. September der Tatverdächtige dem Haftrichter bei dem Amtsgericht Siegen, der ihm den aufgrund der Verdachtslage bereits erlassenen Haftbefehl verkündete. Da der nicht vorbestrafte Tatverdächtige aus freiem Entschluss aus dem Ausland zurückgekehrt war, um sich den gegen ihn erhobenen strafrechtlichen Vorwürfen zu stellen, wurde der Haftbefehl unter strengen Auflagen (Sicherheitsleistung, Meldeauflagen sowie Abgabe sämtlicher Ausweispapiere) außer Vollzug gesetzt.  

Der Tatverdächtige kooperiert nun zuverlässig mit den Ermittlungsbehörden und hat sich bereits am 6. September absprachegemäß zu einer erkennungsdienstlichen Behandlung eingefunden. Auch ein weiterer Tatverdächtiger, der an der körperlichen Auseinandersetzung beteiligt gewesen ist, konnte inzwischen ermittelt werden. Das bei der Polizei eingerichtete anonyme Hinweistelefon und die Internet-Hinweisplattform sind ab heute nicht mehr erreichbar.  

Die weiteren Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft in der Sache dauern noch an. (ots/r)

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Publiziert in SI Polizei
Donnerstag, 05 April 2018 09:24

Waldeck-Frankenberg - Betrug im Namen der Liebe

WALDECK-FRANKENBERG. Das Geschäft mit der Liebe blüht: In Online-Partnerbörsen oder auch in sozialen Netzwerken sind Betrüger auf der Suche nach potenziellen Opfern. Ist ein Kontakt erst einmal hergestellt, werden diese mit Liebesbekundungen und Aufmerksamkeit überhäuft - und zwar einzig und allein mit dem Ziel, ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Im Fachjargon heißt die Masche "Love- oder Romance-Scamming" und ist für die Opfer mit hohem emotionalem Stress verbunden.

Alleinstehende Frau wurde Opfer

Auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg ist jüngst eine alleinstehende Frau Opfer dieser Masche geworden. Die virtuellen Partner geben vor, bei einer Geschäftsreise nach Westafrika in Geldnot geraten zu sein. Oder sie benötigen Geld für eine wichtige Operation ihres Kindes oder eines Angehörigen. Auch gestohlene Koffer und Pässe, unbezahlter Lohn oder eine unbezahlte Hotelrechnung sollen das ahnungslose Opfer dazu bringen, Geld zu überweisen. Und viele tun es auch, schließlich sind sie zu diesem Zeitpunkt schon von ihrem Internet-Partner oder ihrer Internet-Partnerin emotional abhängig.

Betrug mit falscher Identität 

Häufig geben sich die Täter als amerikanische Soldaten im Auslandseinsatz aus, welche aufgrund dessen , derzeit nicht an ihr privates Geld gelangen. Dann bitten Sie um Unterstützung via Western Union oder MoneyGram und versprechen das Geld zurück zu zahlen. Es erfolgen bei der Kontaktaufnahme/Beziehungsbildung mitunter auch Telefonate über Handys oder Skype ohne Bild in englischer Sprache, so dass eine noch persönlichere Bindung entstehen kann. Bei den Handys handelt es sich dann oftmals um Prepaidhandys, bei denen die Inhaber nicht nachvollziehbar sind.

Kein Geld zurück Garantie

Bis zum heutigen Tag ist kein Fall bekannt, wo Opfer, die mit Geld "ausgeholfen" haben, auch nur einen Cent zurück erhielten. Wenden Sie sich in solchen Fällen vertrauensvoll an die örtliche Polizei und schildern Sie den Fall, um rechtzeitig Schaden abwenden zu können. (ots/r)

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Publiziert in Polizei

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