Großeinsatz der Feuerwehr: Lackierstraße steht in Flammen

Donnerstag, 19 Januar 2012 21:16 geschrieben von

OBERDIETEN. Rund 50 Feuerwehrleute haben am Donnerstagnachmittag einen Brand in der Lackiererei der Firma Schneider bekämpft. Mitarbeiter hatten das Feuer gegen 14.15 Uhr entdeckt: Das Feuer war aus noch ungeklärter Ursache in der Lackierkabine des Unternehmens, das Gitterboxen herstellt, ausgebrochen. Danach griff es auf die Lackierstraße über.

Zunächst hieß es in der Alarmierung, das Farbenlager der Firma brenne – dies wäre aufgrund der brennbaren Lacke mit einem erheblich höheren Gefahrenpotenzial einhergegangen. Doch zum Glück bestätigte sich diese Erstmeldung nicht.
Als die Wehren aus der Großgemeinde Breidenbach eintrafen, war die Situation zunächst sehr unübersichtlich: Dicker, beißender Qualm quoll aus dem Gebäudeteil der Lackiererei, der an den Verwaltungstrakt anschließt. Zahlreiche Arbeiter strömten aus der Halle, doch die Verständigung mit den Feuerwehrleuten gestaltete sich zunächst äußerst schwierig: Nahezu keiner sprach deutsch. Daher war für die Kameraden zunächst unklar, ob sich noch Personen in dem brennenden Gebäudeteil befanden. Schnell wurde jedoch deutlich, dass alle Mitarbeiter die Lackiererei verlassen hatten.

Nachgeforderte Atemschutzträger drangen in die Halle vor und bekämpften das Feuer, außerdem suchten sie nach weiteren Personen. Gleichzeitig bekämpfte ein weiterer Trupp den Brand von außen und kühlte zudem die Seitenwände der Halle.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung veranlasste die Polizei vorsorglich eine Rundfunkwarnmeldung , die Oberdietener sollten Fenster und Türen geschlossen halten. Doch der Wind stand günstig und trieb den beißenden Qualm vom Ort weg.

Darauf wollte sich die Feuerwehr jedoch nicht verlassen: "Die Messgruppe war im Einsatz und konnte rund um das Firmengelände keine Schadstoffe nachweisen", erläutert Kreisbrandmeister Stephan Schienbein.

Das Feuer in der Lackierstraße hatten die Wehren recht schnell unter Kontrolle. Allerdings wanderte der Brand weiter in die Dachkonstruktion der Halle, weshalb schon frühzeitig die Drehleiter der Feuerwehr Biedenkopf nachgefordert wurde. Von der Drehleiter aus wurde das Feuer in der Dachkonstruktion mit Schaum bekämpft.

"Zudem wird von der Drehleiter aus das Dach geöffnet, um versteckte Brandnester zu finden", erläuterte Stephan Schienbein. Das heißt: Feuerwehrleute stiegen mit Gurten abgesichert auf die Dachkonstruktion, um sie von außen Stück für Stück zu öffnen. Dabei kam auch eine Wärmebildkamera zum Einsatz.

Die Löscharbeiten dort dauerten bis in die Abendstunden. Die Höhe des entstandenen Schadens steht noch nicht fest – "eben so wenig, wie die Brandursache. Die Kriminalpolizei Marburg hat die Ermittlungen aufgenommen", teilte Polizeisprecher Martin Ahlich mit.

Im Einsatz waren neben allen Ortsteilwehren der Gemeinde Breidenbach sowie der Drehleiter aus Biedenkopf und der Messgruppe des Landkreises auch zwei Rettungswagen, ein Notarzt sowie der leitende Notarzt und der organisatorische Leiter des Rettungsdiensts. Verletzt wurde bei dem Brand aber niemand. 

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