Große Kontrollaktion: Mehr als 1000 Personen überprüft

Samstag, 18 März 2017 21:33 geschrieben von

KASSEL/GÖTTINGEN. Hunderte Polizisten waren in den vergangenen Tagen an großangelegten Kontrollen in Nordhessen und Südniedersachsen beteiligt. Dabei wurden etwa 800 Fahrzeuge gestoppt und mehr als 1000 Personen überprüft. Drei von ihnen wurden per Haftbefehl gesucht.

Als Reaktion auf die weiterhin hohen Zahlen bei den Wohnungseinbrüchen in der Region sowie bei Diebstählen von und aus Kraftfahrzeugen stimmten sich die Polizeidirektion Göttingen und das Polizeipräsidium Nordhessen ab, Kontrollen auf den von überörtlich agierenden Tätern genutzten Anreise- und Verbringungswegen der Autobahnen durchzuführen. Hierbei sollten zusätzlich auch die Deliktsfelder Planenschlitzen, Ladungs- und Kraftstoffdiebstahl sowie die Schleusungskriminalität bekämpft werden.

Bei den vom 14. bis zum 18. März durchgeführten Kontrollen wurden fast jeden Tag insgesamt etwa 100 hessische und niedersächsische Polizeibeamte eingesetzt. Diese wurden unterstützt von den Autobahnmeistereien und dem THW. Zeitgleich führte auch der Zoll Kontrollen durch.

Kontrollergebnisse Südniedersachsen
Insgesamt kontrollierte die Polizei 659 Fahrzeuge und etwa 800 Personen. Hierbei wurden drei Personen festgestellt, die per Haftbefehl gesucht wurden, einer von ihnen war zur Festnahme ausgeschrieben und wurde in eine JVA gebracht. Die Einsatzkräfte leiteten 23 Strafverfahren ein, davon einmal wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss (1,08 Promille). Außerdem bestand bei einem 22 und einem 28 Jahre alten Fahrer der Verdacht auf Betäubungsmitteleinfluss. Es wurden jeweils Blutentnahmen durchgeführt. Die Bilanz bei den Ordnungswidrigkeiten beläuft sich auf insgesamt 68 eingeleitete Verfahren, dazu zählen auch Geschwindigkeitsüberschreitungen und Unterschreitung des Sicherheitsabstandes. Negativer Spitzenreiter bei der Geschwindigkeit war ein Autofahrer, der bei Tempolimit 130 eine gemessene Geschwindigkeit von 192 Km/h fuhr und damit 62 km/h zu schnell war. Elf Fahrer mussten ihre Fahrzeuge stehen lassen, ihnen wurde die Weiterfahrt untersagt. Fünf weitere Fahrer mussten eine Sicherheitsleistung entrichten.

Kontrollen in Nordhessen
Im Rahmen der gemeinsamen Kontrollen nahmen über 60 Beamte und Angestellte des Polizeipräsidiums Nordhessen mit Unterstützung von Beamten der Bereitschaftspolizei und des Zolls im Laufe des Mittwochs den Fernbusverkehr auf Nordhessens Autobahnen ins Visier. In der Zeit von 8 bis 15 Uhr winkten sie vier Reisebusse und zwei Klein-Lkw von den Autobahnen 7 und 44 zu einer Kontrollstelle und führten anschließend umfangreiche Kontrollen durch. Dabei überprüften sie 94 Personen, die als Fahrer oder Fahrgäste in den Fahrzeugen unterwegs waren. Neben mehreren Anzeigen wegen allgemeiner Verkehrsverstöße leiteten die Beamten gegen zwei Personen Anzeigen wegen Verstößen gegen das Waffengesetz ein, da sie verbotene Messer bei sch hatten. Der 32-jährige Fahrer eines tschechischen Kleinlasters muss sich wegen Verstoßes gegen Sozialvorschriften verantworten, weshalb ihm ein Bußgeld im dreistelligen Eurobereich droht - der Mann hatte seine Tageskontrollblätter nicht dabei.

Auch am Donnerstag waren Polizei und Zoll gemeinsam auf den nordhessischen Autobahnen unterwegs. Mit Funkstreifen- und Zivilwagen führten über 50 Beamte im Lauf des Tages mobile Kontrollen durch und zogen dabei 83 Fahrzeuge vorübergehend aus dem Verkehr. An diesem Tag kam es zu 145 Personenüberprüfungen. Vier Anzeigen wegen Drogenbesitzes, vier Anzeigen wegen Fahrens unter Drogeneinfluss sowie die Sicherstellung von rund sieben Gramm Kokain und einer kleinen Menge Marihuana stehen am Ende dieses Tages zu Buche. Zudem muss einer der Fahrer wegen des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz verantworten, da er mit einem entstempelten und nicht zugelassenen Fahrzeug unterwegs war.

Neben diesen Verstößen erlangten die Beamten an beiden Tagen bei Überprüfungen von Personen mit Bezug zur Eigentumskriminalität auch wichtige Erkenntnisse für zukünftige Maßnahmen bei der zielgerichteten Bekämpfung der Kriminalität durch reisende Täter. (ots/pfa)  

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Letzte Änderung am Samstag, 18 März 2017 22:11

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