Unbeschwert über den Weihnachtsmarkt bummeln

Mittwoch, den 27. November 2013 um 06:45 Uhr Verfasst von  Dennis Schmidt
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WALDECK-FRANKENBERG. Ein Bummel mit der Familie, ein Glühweinumtrunk mit den Kollegen, für die Kinder eine Fahrt mit dem Karussell - der Besuch eines Weihnachtsmarkts gehört für viele im Advent einfach dazu. Leider auch für Taschendiebe. 112-magazin.de fasst die Tipps der Polizei zusammen.

Taschendiebe arbeiten meist in Gruppen, weiß die Polizei: Einer lenkt das Opfer ab, ein weiterer "zieht" die Beute und gibt sie an einen Dritten weiter. Der taucht damit in der Menge unter. Werden die Diebe nicht auf frischer Tat ertappt, sind sie meist nur schwer ausfindig zu machen - zumal die Opfer erst spät den Verlust bemerken und die Täter nicht beschreiben können.

Die Diebe beobachten ihr Opfer lange und genau. Sie rempeln den Betroffenen an, verwickeln es mit fadenscheinigen Fragen in ein Gespräch, bieten übersteigerte Hilfsbereitschaft an oder beschmutzen beispielsweise die Kleidung des Opfers, um mit ihm in Kontakt zu kommen.

Beliebt ist laut Polizei der "Drängel-Trick" in den engen Gassen zwischen den Buden: Ein Dieb rückt unangenehm dicht an das Opfer heran, bis es sich ärgerlich abwendet und dadurch eine umgehängte Tasche oder die in der Manteltasche befindliche Geldbörse quasi "griffbereit" anbietet.

Tipps für einen unbeschwerten Besuch auf dem Weihnachtsmarkt:

  • Taschendiebe lassen sich am typisch suchenden Blick erkennen: Sie meiden den direkten Blickkontakt.
  • Nehmen Sie bei einem Bummel nur so viel Bargeld mit, wie Sie tatsächlich benötigen.
  • Tragen Sie Geld, Zahlungskarten und Papiere immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen möglichst dicht am Körper.
  • Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen immer mit der Verschlussseite zum Körper.
  • Achten Sie im Gedränge verstärkt auf Ihre Wertsachen. Werden Sie misstrauisch, wenn Sie plötzlich angerempelt oder "in die Zange" genommen werden.
  • Notieren Sie niemals Ihre PIN.
  • Sollten Ihnen Zahlungskarten abhanden gekommen sein, lassen Sie diese sofort sperren, am besten telefonisch über den bundesweiten Sperr-Notruf 116 116.
Zuletzt geändert am Mittwoch, den 27. November 2013 um 07:11 Uhr