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Neues Leben im Bad Laaspher Rettungswagen

Sonntag, den 25. Juni 2017 um 21:12 Uhr
BAD BERLEBURG. Marco Klein und Luis Scholl strahlen. Man kann ihre Freude nicht übersehen. Marco Klein hält ein Baby auf dem Arm. Dieser kleine Erdenbürger hat am Freitagmorgen das Licht der Welt erblickt: Im Rettungswagen…
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Geburt an der roten Ampel vor der Polizei

Freitag, den 10. April 2015 um 11:47 Uhr
HOCHSAUERLANDKREIS. An einer roten Ampel direkt vor einer Polizeiwache ist in einem Rettungswagen ein Baby zur Welt gekommen. Der neue Erdenbürger hatte es offenbar besonders eilig - bis zum Krankenhaus schaffte es die junge Mutter…
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Baby schneller als der Hubschrauber

Samstag, den 06. Februar 2010 um 11:24 Uhr

BASDORF. Eine Schwangere hat noch vor Eintreffen von Rettungswagen und Hubschrauber zu Hause ihr Baby zur Welt gebracht. "Ich dachte nur, 'nicht zu Hause, nicht zu Hause, nicht zu Hause'", sagt die junge Mutter, die 21-jährige Heidi Henkler aus Basdorf. Doch ihr Sohn Jamie Michael habe sich offenbar nicht mehr gedulden können. Am Dienstagmorgen, dem errechneten Geburtstermin ihres Babys, sei ihr schlecht geworden und sie habe sich übergeben müssen. Dabei sei die Fruchtblase geplatzt - und der junge Mann bahnte sich mit Eile den Weg ins Leben. "Wenig später guckte schon das Köpfchen ein Stück hervor", sagt die glückliche Mutter.

Zu Hause in Basdorf sei sie zu diesem Zeitpunkt mit ihrer Mutter Brigitte Henkler allein gewesen, an eine Fahrt ins Krankenhaus oder zum Arzt war nicht mehr zu denken. "Wir haben einen Krankenwagen gerufen", erzählt die 21-Jährige - doch Jamie Michael war schneller als die Rettungskräfte.

"Nicht alltäglicher und erfreulicher Einsatz"
Die Leitstelle schickte ein Fahrzeug, das auf der Anfahrt ausgerechnet im Schnee stecken blieb. Als der zusätzlich alarmierte Kasseler Rettungshubschrauber Christoph 7 mit den ersten Helfern nach gut zwölf Minuten in Basdorf landete, war der gesunde Säugling schon auf der Welt. "Der fidele Junge lag geborgen im Arm seiner Mutter und machte mit kräftiger Stimme auf sich aufmerksam", sagte Hubschrauber-Notarzt Peter Stahl gegenüber 112-magazin.de. Es sei ein nicht alltäglicher und zugleich äußerst erfreulicher Einsatz gewesen. "Für uns ist es wunderschön, auch so etwas mal zu erleben", gesteht der Mediziner - selbst Vater zweier Söhne.

Die Retter aus der Luft machten das erste Erinnerungsfoto und halfen Heidi Henkler dabei, ihr Kind zu wickeln und für den Transport ins Korbacher Krankenhaus vorzubereiten. Notarzt und Rettungsassistenten fuhren mit dem später eingetroffenen Ersatz-Rettungswagen Mutter und Baby in die Hessenklinik, wo sich die beide in dieser Woche von den Strapazen der Sturzgeburt erholten. Für Aufsehen sorgte der Fall bei anderen Klinikpatienten, weil der orangefarbene Rettungshubschrauber im Schneegestöber am Krankenhaus niederging - schließlich musste der Pilot der Bundespolizei "sein" Rettungsteam dort wieder abholen.

Dank an Mutter und Retter
Auch auf der Station "Rehbach" im Krankenhaus hat sich die Nachricht von der ungewöhnlichen Hausgeburt schnell herumgesprochen. "Für eine Erstgebärende hat Frau Henkler das ausgezeichnet hinbekommen", lobt Notarzt Peter Stahl. Heidi Henkler ist froh, dass dank der Hilfe ihrer Mutter alles gut geklappt hat. Ihr Dank richtet sich aber auch an die Retter aus der Luft und vom Rettungswagen. "Alle haben sich meinetwegen auf den Weg gemacht und mir helfen wollen", sagt die 21-Jährige voller Wertschätzung.

Dass der kleine Jamie Michael so energisch ins Leben stürmte, verblüffte nicht nur die Geschwister, Eltern und Großeltern Heidi Henklers, sondern auch Kindsvater Benni Strauch. "Er ist froh und erstaunt", sagt die 21-Jährige.

Zum Wochenende nach Hause entlassen
Kurz vor und während der Geburt "hatte ich keine Angst", erzählt Heidi Henkler im Rückblick. Im Krankenhaus dann, als Jamie Michael vermessen und gewogen (51 Zentimeter, 3050 Gramm), untersucht und angezogen war, "da habe ich erstmal losgeheult" - voller Erleichterung, dass sie und ihr Sohn die ungewollte Hausgeburt so gut überstanden haben. "Er ist kerngesund", sagt die Basdorferin voller Freude. Schon am Samstag sollen sie und ihr Baby entlassen werden.

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Basdorfer Helikopterbaby kerngesund

Montag, den 14. Februar 2011 um 10:43 Uhr

BASDORF. Vor Eintreffen der Retter gebar Heidi Henkler im Jahr 2010 zu Hause ein Baby. Wir fragten, wie es beiden geht. Mutter Heidi und Sohn Jamie Michael sind wohlauf, Anfang Februar feierte die Basdorfer Familie den ersten Geburtstag des Jungen, der am 2.2.2010 sogar schneller auf die Welt drang, als der Kasseler Rettungshubschrauber Christoph 7 fliegen konnte.

Zur Erinnerung: Tiefster Winter herrschte damals, als am errechneten Geburtstermin morgens im Bad die Fruchtblase der heute 22-jährigen Mutter platzte. Als wenig später bereits der Kopf des Babys zu sehen war, rief Mutter und Großmutter Brigitte Henkler einen Rettungswagen - doch der blieb bei Marienhagen in einer Schneewehe stecken. Die Leitstelle forderte den Rettungshubschrauber Christoph 7 an. Doch noch bevor das Team um Notarzt Peter Stahl in Basdorf eintraf, hielt Heidi Henkler ihr Baby im Arm.

Alles in allem dauerte die Hausgeburt nur rund 40 Minuten, erinnert sich "Hebamme" Brigitte Henkler. Nachdem sich Heidi Henkler vom Bad ins Schlafzimmer geschleppt hatte, folgten im Bett gerade mal zwei Wehen - und schon war Jamie da. "Uns blieb doch nichts anderes übrig, als Jamie allein zur Welt zu bringen", sagt die patente Großmutter. Sie wärmte damals im Ofen Handtücher, wickelte ihren Enkelsohn darin ein und legte das kleine Bündel auf den Bauch ihrer Tochter. Lediglich das Durchtrennen der Nabelschnur überließ Brigitte Henkler dem Hubschrauber-Notarzt.

"Wie schafft man das?"
Heidi Henkler selbst bekam nach eigenem Bekunden von alledem recht wenig mit. "Ich war wie weggetreten und bin eigentlich erst im Krankenhaus wieder richtig zu mir gekommen", sagt die 22-Jährige heute. "Wie schafft man das?" - diese und viele ähnliche Fragen hätten viele andere Mütter ihr gestellt. Immer wieder sei sie seit der Niederkunft vor einem Jahr von vielen Menschen auf die Hausgeburt im Do-it-yourself-Verfahren angesprochen worden. Eine Basdorferin machte damals ein Foto vom Rettungshubschrauber, rahmte es als Geschenk für Heidi Henkler ein und schrieb "Auf dem Weg zu Jamie-Michael" darunter. Nach dem Bericht auf 112-magazin.de (hier klicken) besuchte sogar ein Fernseh-Team die mutige Mutter und ihren Sohn.

"Jamie hört gern Musik, bewegt seine Arme im Takt und lacht viel", sagt seine stolze Mutter. Sechs Zähne hat der kleine Mann bereits, vier weitere brechen derzeit durch. Und auch mit seiner Körpergröße von 74 Zentimetern liegt der einjährige Basdorfer im gesunden Durchschnitt. "Warum sollte er sich auch anders entwickeln, nur weil ich ihn zu Hause zur Welt gebracht habe?", fragt Heidi Henkler. Die Geschichte, die bei Familienfeiern wie der Taufe Ende Mai immer wieder die Runde macht, will sie ihrem Sohn später auf jeden Fall erzählen. "Es ist schon was Besonderes."

Ausbildung erfolgreich abgeschlossen
Nach der Geburt machte Heidi Henkler acht Wochen Baby-Pause, dann setzte sie ihre Ausbildung zur Verkäuferin fort. Kurz vor dem ersten Geburtstag ihres Sohnes schloss die junge Frau Ende Januar die Lehre erfolgreich ab. Nun gönnt sie sich und ihrem Kind erst einmal wieder etwas mehr Zeit. "Ich will, dass Jamie viel von mir hat", unterstreicht die Basdorferin, "und dass er gesund bleibt".

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