Bergwacht und Feuerwehr retten Gleitschirmflieger aus Fichtenwipfel

Montag, den 21. Mai 2018 um 13:10 Uhr Verfasst von  Matthias Böhl
Einsatz für Feuerwehr, Bergwacht, Polizei und Rettungsdienst im Wald bei Elpe. Einsatz für Feuerwehr, Bergwacht, Polizei und Rettungsdienst im Wald bei Elpe. Fotos: Matthias Böhl, 112-Magazin

ELPE. Der Absturz eines Gleitschirmfliegers in einem Waldstück bei Elpe endete am späten Pfingstsonntagnachmittag zum Glück glimpflich.

Feuerwehr, Bergwacht und Rettungsdienst wurden alarmiert, um den Mann nach seinem Unfall aus dem Gipfel einer Fichte zu retten. Unweit des Gleitschirmfliegergeländes in der Liedmecke war es gegen 16.20 Uhr zu dem Flugunfall gekommen. Aufgrund von Pech, so hieß es von der Polizei vor Ort, sei der Mann in der Fichtenkrone in einem dichten Waldstück mit Hanglage hängen geblieben. Ein Augenzeuge setzte sofort den Notruf ab. Die Leitstelle des Hochsauerlandkreises alarmierte daraufhin die Feuerwehren aus Elpe und Gevelinghausen, die Polizei, Rettungswagen und Notarzt aus Olsberg und die DRK Bergwacht aus Winterberg. Eigentlich, so erklärte der Einsatzleiter vor Ort, sei auch die Drehleiter aus Olsberg zur Rettung mit alarmiert worden. „Die konnte aber unterwegs schon abbrechen, weil klar war, dass sie die Einsatzstelle nicht erreichen kann“, erklärte der Einsatzleiter. In der Tat war die Einsatzstelle derart unwegsam, dass sie nur zu Fuß, oder mit einem zufällig anwesenden Quadt erreicht werden konnte. Kurz nach dem Alarm machten sich Feuerwehrleute und Bergwacht zur Rettung auf. Dazu wurde zunächst ein Bergwachtmann mit vielen Seilen gesichert, der dann zum verunglückten Gleitschirmpiloten in die Fichte stieg und diesen aufwändig sicherte. Unglücklicherweise hatte sich der unverletzte Flieger bereits selbst aus seinem Schirm befreit, was eigentlich nicht sein sollte. Dennoch gelang es der Bergwacht, den Mann in der Meterhohen Fichte ordentlich zu sichern. Die Feuerwehren am Boden sicherten gemeinsam mit weiteren Bergwachtleuten wiederum mit Seilen den Retter im Baum. Nach einiger Zeit war der Pilot so gegen Absturz gesichert, dass er – gut geschützt – die Fichte herunterklettern konnte.

Am Boden wurde der Pilot noch vorsorglich vom Rettungsdienst und dem Notarzt untersucht, um sicherzustellen, dass er wirklich unverletzt geblieben war. Genau so mühsam, wie er aufgestiegen war, konnte nun auch der Bergwachtmann die Fichte wieder verlassen. Nach etwas über zwei Stunden war der Einsatz, der noch mal ein glückliches Ende genommen hatte, beendet.

http://www.die-elper.eu/l%C3%B6schgruppe-elpe/

http://www.gevelinghausen.de/feuerwehr.htm

http://www.bergwacht-winterberg.de/

Zuletzt geändert am Montag, den 21. Mai 2018 um 13:21 Uhr