Schwerer Unfall auf B 7 in Brilon: Zwei Rettungshubschrauber (aktualisiert)

Mittwoch, den 02. November 2016 um 22:52 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
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Schwerer Unfall in Brilon: Aus diesem Wagen befreite die Feuerwehr zwei Schwerverletzte mit hydraulischen Rettungsgeräten. Schwerer Unfall in Brilon: Aus diesem Wagen befreite die Feuerwehr zwei Schwerverletzte mit hydraulischen Rettungsgeräten. Fotos: pfa

BRILON. Vier Menschen sind bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B 7 verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Weil die beiden Schwerverletzten in ihrem Auto eingeklemmt waren, befreiten sie Einsatzkräfte der Feuerwehr Brilon mit hydraulischen Geräten. Die Besatzungen zweier Rettungshubschrauber transportieren sie anschließend in eine Klinik. Die Bundesstraße blieb in diesem Abschnitt etwa dreieinhalb Stunden voll gesperrt.

Der schwere Verkehrsunfall, an dem ein Lkw und zwei Autos beteiligt waren, passierte gegen 16.35 Uhr auf dem Ostring (B 7) in Höhe der Brücke über dem Nehdener Weg. Zu diesem Zeitpunkt bog ein 31-jähriger Mann aus Marsberg mit seinem Opel Zafira vom Nehdener Weg kommend auf die B 7 in Richtung Marsberg ab. Von dem dortigen Beschleunigungsstreifen wollte er nach links auf Hauptfahrbahn einfädeln. Hierbei übersah er eine auf der Bundesstraße ebenfalls in Richtung Marsberg fahrende Sattelzugmaschine ohne Auflieger eines 70-jährigen Fahrers aus Brilon. Die Zugmaschine erfasste das Auto des 31-Jährigen.

Opel von Lkw 70 Meter weit geschoben
Der Opel drehte sich quer zu dem Lkw und wurde über eine Strecke von etwa 70 Metern über die Fahrbahn geschoben. Anschließend drehte sich der Zafira um die eigene Achse und geriet in den Gegenverkehr, wo es zum Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Ford Focus kam. Dessen 49-jähriger Fahrer aus Meschede war mit seiner 54-jährigen Beifahrerin und deren 23-jähriger Tochter, beide ebenfalls in Meschede wohnhaft, unterwegs. Durch den Zusammenstoß wurden Fahrer und Beifahrerin schwer verletzt und im Wagen eingeklemmt. Die 23-Jährige auf der Rückbank und der 31 Jahre alte Opelfahrer zogen sich leichte Verletzungen zu.

Feuerwehrmann zufällig als Ersthelfer an der Unfallstelle
Augenblicke nach dem schweren Verkehrsunfall kam zufällig der stellvertretende Gemeindebrandinspektor aus der Großgemeinde Diemelsee, Torsten Behle, an die Unfallstelle, der sofort den Notruf absetzte und sich um die Verletzten kümmerte. Kurz nach der Alarmierung trafen Rettungsdienst und Notarzt mit mehreren Fahrzeugen und wenig später auch der Löschzug Brilon mit vier Fahrzeugen und 25 Freiwilligen an der Unfallstelle ein. Die Brandschützer unter der Einsatzleitung von Marcus Bange befreiten die beiden eingeklemmten Schwerverletzten mit hydraulischem Rettungsgerät aus dem völlig zerstörten Ford. Dazu trennten die Feuerwehrleute unter anderem auch das Fahrzeugdach ab.

Die Mitfahrerin auf der Rückbank des Focus' und der Fahrer des Opels hätten die Unfallfahrzeuge leicht verletzt selbst verlassen können, sagte der stellvertretende Feuerwehrsprecher Andreas Becker an der Unfallstelle gegenüber 112-magazin.de. Die 23-Jährige wurde laut Polizei vom Rettungsdienst zur stationären Aufnahme ins Krankenhaus nach Brilon transportiert. Der 31-jährige Zafirafahrer erlitt einen Schock, der Mann wurde den Angaben zufolge an der Unfallstelle von Rettungskräften versorgt. Der 70-jährige Lkw-Fahrer blieb unverletzt.

Laut Polizei keine Lebensgefahr
Die beiden Schwerverletzten wurden mit den Rettungshubschraubern Christoph Bochum und Christoph Gießen in eine Bochumer Klinik geflogen. Lebensgefahr besteht laut Polizei aber nicht. Die Feuerwehr hatte den Landeplatz für die beiden nachtflugtauglichen Maschinen der Johanniter Unfallhilfe ausgeleuchtet, um den Piloten eine sichere Landung in unmittelbarer Nähe der Einsatzstelle zu ermöglichen - bei einsetzender Abenddämmerung und eingeschränktem Platzangebot keine leichte Aufgabe, die die Männer an den Steuerknüppeln jedoch gekonnte meisterten.

Die Feuerwehr, die die gesamte Unfallstelle abgesichert und ausgeleuchtet sowie den Brandschutz sichergestellt hatte, streute auch ausgelaufene Betriebsstoffe ab, sammelte Trümmerteile wie ein abgerissenes Vorderrad ein und unterstützte die Polizei bei der Unfallaufnahme. Gegen 20 Uhr war der Einsatz für die 25 Feuerwehrmänner beendet. Die Polizei war mit mehreren Streifenwagen im Einsatz, der Verkehr wurde abgeleitet. Den Gesamtschaden gab die Polizei in einer ersten Schätzung mit 26.000 Euro an. (pfa)


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Feuerwehr Brilon

Zuletzt geändert am Donnerstag, den 03. November 2016 um 10:11 Uhr