Beim Klettern: Gewindestange spießt Oberschenkel auf

Mittwoch, den 22. Juli 2015 um 11:29 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
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Mit vereinten Kräften retteten Polizisten, Notärzte, Rettungsassistenten und Feuerwehrleute einen 17-Jährigen, der mit dem Oberschenkel von einer Gewindestange .aufgespießt worden war. Mit vereinten Kräften retteten Polizisten, Notärzte, Rettungsassistenten und Feuerwehrleute einen 17-Jährigen, der mit dem Oberschenkel von einer Gewindestange .aufgespießt worden war. Foto: pfa/Archiv

PADERBORN. Nach einem ungewöhnlichen nächtlichen Unglücksfall an der überdachten Skateranlage im Gartenschaugelände ist ein 17-Jähriger durch das beherzte Einschreiten von Polizei, Notärzten und Feuerwehr schwer verletzt aus hilfloser Lage gerettet worden.

Der Jugendliche hielt sich am Montagabend gemeinsam mit etwa 15 Gleichaltrigen an der Skateranlage "Lippedrom" auf. Gegen 23 Uhr kletterte der 17-Jährige, obwohl es verboten ist und entsprechende Schilder darauf hinweisen, an einem der Stahlseile der gespannten Dachkonstruktion hinauf in etwa vier Meter Höhe.

Er rutschte am Seil hinunter in ein Gebüsch, wo sich die Spannvorrichtung des Stahlseils befindet. Hier rutschte er auf eine 20-Millimeter-Gewindestange, die seinen rechten Oberschenkel durchbohrte. Regelrecht aufgespießt blieb der schwer verletzte Jugendliche ohne Bodenkontakt in etwa anderthalb Metern Höhe auf der Spannvorrichtung hängen.

Seine Begleiter eilten dem Verletzten zur Hilfe und alarmierten den Rettungsdienst. Eine Polizeistreife erreichte den Unglücksort nach wenigen Minuten. Die Beamten hielten den 17-Jährigen in möglichst ruhiger Position. Wenig später trafen zwei Notärzte ein, die für eine weitere Stabilisierung des Verletzten sorgten. Das dichte Gebüsch erschwerte die Rettungsarbeiten. Mit Hilfe der Feuerwehr war der Junge gegen 0.15 Uhr aus seiner äußerst misslichen Lage befreit.

Der Rettungsdienst hatte erste Maßnahmen für eine Notoperation bereits am Unglücksort vorbereitet. Narkotisiert wurde der Verletzte mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, wo die weitere Behandlung erfolgte. Laut Auskunft der Ärzte besteht keine Lebensgefahr für den Schloss Neuhäuser.

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Zuletzt geändert am Mittwoch, den 22. Juli 2015 um 12:02 Uhr