Lkw zu hoch, zu lang, zu schwer: Weiterfahrt verboten

Freitag, den 19. Mai 2017 um 20:28 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
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Die Polizei überprüfte an zwei Kontrollstellen in Marburg-Biedenkopf mehrere Lastwagen. Die Polizei überprüfte an zwei Kontrollstellen in Marburg-Biedenkopf mehrere Lastwagen. Foto: pfa/Archiv

BIEDENKOPF/SCHÖNSTADT. Bei Gefahrgut- und Schwerlastkontrollen hat die Polizei im Kreis Marburg-Biedenkopf mehrere Lastwagen unter die Lupe genommen. Ein Schwertransport durfte so nicht weiterfahren, weil er zu hoch, zu lang und auch zu schwer war.

Laut Polizeibericht von Freitag wurden die Kontrollen am Mittwoch über mehrere Stunden durchgeführt. Der Regionale Verkehrsdienst (RVD) der Polizei Marburg-Biedenkopf wurde tatkräftig Experten der Kreisverwaltung und des Regierungspräsidiums Gießen unterstützt. An den Kontrollstellen an der Bundesstraße 62 in Höhe Biedenkopf, Parkplatz Erlenmühle, sowie an der Bundesstraße 3 in Höhe Schönstadt zogen die Ordnungshüter mehrere Sattelzüge, Lkw mit Anhänger und einen Schwertransport aus dem fließenden Verkehr heraus.

Bei den Kontrollen stellten die Beamten diverse Zuwiderhandlungen nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz, dem Fahrpersonalgesetz und anderen Vorschriften fest. Neben einigen Barverwarnungen gab es auch fünf Anzeigen wegen technischer Mängel. Positiv fiel laut Polizeisprecher Jürgen Schlick auf, dass es bei Gefahrguttransporten keinerlei Beanstandungen gab.

Den Höhepunkt der Kontrollen stellte in negativer Hinsicht ein Groß- und Schwertransport dar, der auf der Bundesstraße 3 in Schönstadt näher in Augenschein genommen wurde. Für das beförderte 18.900 Kilogramm schwere Fahrzeug zum Holzrücken war die gezeigte Ausnahmegenehmigung nicht ausreichend. Der Großraum- und Schwertransport war mit 4,27 Metern 27 Zentimeter zu hoch, mit 20,20 Metern Länge 47 Zentimeter zu lang und mit 41.810 Kilogramm Gesamtgewicht auch noch 1810 Kilogramm zu schwer. Eine für die von der Straßenverkehrszulassungsordnung abweichenden Maße und Gewichte erforderliche Ausnahmegenehmigung hatte der Fahrer nicht, sodass die Weiterfahrt untersagt werden musste. Der "Holzrücker" wurde abgeladen und der Lkw samt Anhänger fuhr ohne Ladung weiter. Die Polizei ermittelt in diesem Zusammenhang auch gegen die verantwortliche Firma. (ots/pfa)


Kürzlich gab es in Waldeck-Frankenberg ebenfalls Überprüfungen des Schwerlastverkehrs:
Lkw-Kontrollen: Wieder "Langholzer" mit Überladung (11.05.2017, mit Fotos)

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Zuletzt geändert am Freitag, den 19. Mai 2017 um 21:45 Uhr