Gleise überquert: Verboten und lebensgefährlich

Montag, den 09. Januar 2017 um 16:02 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
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Bundespolizisten informierten den jungen Mann über die Gefahren seines waghalsigen Handelns. Außerdem erging Anzeige wegen Beleidigung gegen den Thüringer. Bundespolizisten informierten den jungen Mann über die Gefahren seines waghalsigen Handelns. Außerdem erging Anzeige wegen Beleidigung gegen den Thüringer. Foto: Bundespolizei

KASSEL. Nicht nur, dass er sich in große Gefahr begab, ein 21-Jähriger hat auch noch zwei Bahnmitarbeiter beleidigt, die ihn auf das Risiko seines Verhaltens hinwiesen. Die Bundespolizei nahm sich den jungen Mann danach zur Brust...

Der Bahnreisende aus Mühlhausen (Thüringen) überquerte am vergangenen Freitag gegen 17.40 Uhr verbotenerweise gleich mehre Gleise im Bahnhof Kassel-Bad Wilhelmshöhe: Laut Bundespolizei stand der Thüringer zu dieser Zeit am Bahnsteig von Gleis 7/8. Als er bemerkte, dass sein Anschlusszug am Bahnsteig von Gleis 3/4 abfuhr, sprang er quer über insgesamt vier Gleise.

Aus Zeitmangel - Lebensgefährliche Abkürzung
"Ich hätte meinen Anschlusszug sonst nicht bekommen!", sagte der Thüringer der Bundespolizei. Die Beamten klärten den uneinsichtig wirkenden Mann über die Gefahren seiner waghalsigen und verbotenen Aktion auf. Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat gegen den 21-Jährigen ein Strafverfahren wegen Beleidigung eingeleitet. Die verbotene Gleisüberschreitung wird mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren geahndet.

Hinweise der Bundespolizei
Die Mittelgleise (5 und 6, ohne Bahnsteig) im Bahnhof Wilhelmshöhe sind so genannte Durchfahrgleise, auf denen häufig Güterzüge, die auf keinem Fahrplan stehen, mit rund 120 Kilometern pro Stunde den Bahnhof durchfahren. Die Gefahr, hier von Zügen erfasst und getötet zu werden, ist dadurch besonders groß. Züge haben generell einen sehr langen Bremsweg - je nach Geschwindigkeit von bis zu einem Kilometer. (ots/pfa)  

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Zuletzt geändert am Montag, den 09. Januar 2017 um 16:24 Uhr