Vor Jahren die "Karte" gelocht: Fälschung vorgelegt

Freitag, den 06. Januar 2017 um 23:29 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
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Der Führerschein, den der Mann aus Niedersachsen bei der Kontrolle vorlegte, war eine Fälschung. Der Führerschein, den der Mann aus Niedersachsen bei der Kontrolle vorlegte, war eine Fälschung. Foto: pfa/Archiv

KASSEL. Das kam den Polizisten bei einer Kontrolle sofort spanisch vor: Wegen der fehlerhaften Schreibweise einer Stadt ist den Beamten ein gefälschter Führerschein aufgefallen. Der Mann, der die falsche Fahrerlaubnis vorzeigte, hatte bereits vor zehn Jahren die Karte "gelocht" bekommen.

Weil ein Auto am Donnerstagnachmittag auf der dreispurigen A 7 bei Kassel dauerhaft auf der mittleren Spur unterwegs war, stoppte eine Zivilstreife der Polizeiautobahnstation Baunatal den Wagen. Die Beamten, die eigentlich mit einem sogenannten ProVida-Fahrzeug Ausschau nach Rasern gehalten hatten, hielten den Fahrer an der nächsten Ausfahrt zu einer Kontrolle an. Hier legte der Fahrer ihnen einen spanischen Führerschein vor. Dabei entlarvte die falsche Schreibweise seines Geburtsortes Braunschweig mit "c" am Ende den Führerschein jedoch schnell als Fälschung. Auch sonst waren die Beamten bei dem vorgelegten spanischen Führerschein und den zur Bestätigung dessen angeblicher Echtheit vom 58-jährigen hervorgeholten "Zertifikaten" sehr skeptisch. Zwar waren diese äußerst bunt gestaltet, hinterließen aber ansonsten wenig Eindruck bei den Polizisten. Der 58-Jährige muss sich nun wegen Urkundenfälschung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten.

Immer wieder Alkohol: Auch Radfahren verboten
Bei den weiteren Ermittlungen über die Führerscheinstelle im Heimatkreis des Kontrollierten stellte sich heraus, dass er bereits seit mehr als zehn Jahren nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Zudem wurde ihm durch die Führerscheinstelle mittlerweile sogar das Führen aller Fahrzeuge, auch führerscheinfreier Fahrzeuge wie Fahrrädern, untersagt, da er in 2014 zweimal mit mehr als zwei Promille beim Fahrradfahren angehalten wurde. Am Donnerstag war der 58-Jährige jedoch zumindest nüchtern unterwegs. Ein Atemalkoholtest beim ihm ergab 0,0 Promille. Ärger für die Autofahrt hat sich der Mann aus dem Kreis Helmstedt in Niedersachsen aus genannten Gründen aber dennoch eingehandelt. (ots/pfa) 


Zuletzt geändert am Samstag, den 07. Januar 2017 um 00:00 Uhr