Lkw-Gaspedal klemmt fest: 15-Tonner erfasst Kind

Donnerstag, den 29. September 2016 um 16:58 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Die Polizei schaltete nach dem Unfall einen Gutachter ein, der den Lastwagen unter die Lupe nehmen soll. Die Polizei schaltete nach dem Unfall einen Gutachter ein, der den Lastwagen unter die Lupe nehmen soll. Foto: pfa/Archiv

VELLMAR. Das hätte ein böses Ende nehmen können: Ein Lkw hat einen Jungen erfasst, der gerade die Straße überquerte. Das Kind kam glücklicherweise mit Prellungen und Schürfwunden davon. Ungewöhnlicher Grund für den Unfall war ein an der Fußmatte verklemmtes Gaspedal.

Laut Polizei ereignete sich der Unfall gegen 13.30 Uhr. Der Siebenjährige war nach der Schule auf dem Nachhauseweg und wartete an der Straße zwischen Rathauskreuzung und Endhaltestelle Vellmar-Nord in Höhe der Haltestelle "Musikerviertel". Als die Ampel für Fußgänger auf Grün umsprang, lief der Junge los. In der Mitte der Fahrbahn erfasste ihn schließlich der 15-Tonner, der stadtauswärts unterwegs war, mit dem vorderen linken Scheinwerfer. Durch den Anprall schleuderte der Schüler zu Boden und kam erst im angrenzenden Gleisbett der Straßenbahn zum Liegen.

Die Mutter des Jungen, die in der Nähe auf ihren Sohn wartete, beobachtete, dass etwas an der Straße passiert war. Sie eilte sofort dorthin und kümmerte sich um ihren leicht verletzten Sohn. Die Beamten berichten aus dem Krankenhaus, wie erleichtert die Eltern über den relativ glimpflichen Ausgang des Unfalls sind. "Der Unfall hätte deutlich schlimmer ausgehen können", sagte Polizeisprecher Torsten Werner am Nachmittag.

Der 33 Jahre alte Lastwagenfahrer berichtete den Polizisten an der Unfallstelle, dass er durch das in der Fußmatte eingeklemmte Gaspedal nicht rechtzeitig habe anhalten können. Die Polizisten des Vellmarer Reviers schalteten daraufhin nach Rücksprache mit der Kasseler Staatsanwaltschaft einen Gutachter ein. Er prüft nun die Gesamtumstände des Unfalls und wird dabei insbesondere ein Augenmerk auf den Fußraum des Lasters. (ots/pfa) 

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Zuletzt geändert am Donnerstag, den 29. September 2016 um 20:11 Uhr