Gefährliche Flüssigkeit läuft aus: Verletzte, Großeinsatz

Donnerstag, den 22. September 2016 um 19:37 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
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Mehrere Feuerwehrleute waren am Donnerstag in speziellen Schutzanzügen im Einsatz. Mehrere Feuerwehrleute waren am Donnerstag in speziellen Schutzanzügen im Einsatz. Fotos: pfa

BREDELAR. Vier Mitarbeiter eines Industrieunternehmens haben am Donnerstag Dämpfe einer gefährlichen Flüssigkeit eingeatmet und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Aus einer Maschine war Feuerwehrangaben zufolge eine größere Menge des Gefahrgutes ausgelaufen. Dies löste einen mehrstündigen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst aus.

Zeitweise waren bis zu 75 Feuerwehrleute mit rund 15 Fahrzeugen auf dem Betriebsgelände an den Straßen Am Meilenstein/Sauerlandstraße im Einsatz, hinzu kamen Rettungsdienst und Polizei. Wie Ralph Pohle, stellvertretender Pressesprecher der Feuerwehr Marsberg, gegenüber 112-magazin.de berichtete, war aus noch unbekannten Gründen aus einer Maschine eine Flüssigkeit ausgelaufen, die zum Betrieb benötigt wird. Die Maschine fasst laut Pohle 3000 Liter der Flüssigkeit, die die Feuerwehr als Gefahrgut einstuft. Welche Menge genau auslief, war zunächst unklar. Ein Teil sei in eine für solche Fälle vorgesehene Auffangwanne geflossen, ein gewisser Teil aber auch auf den Boden geflossen, sagte Pohle.

Nachdem vier Mitarbeiter die von der Flüssigkeit ausgehenden Dämpfe eingeatmet hatten und dadurch verletzt wurden, ging die Feuerwehr unter Atemschutz und teils in speziellen Chemikalienschutzanzügen (CSA) vor. Die auf den Boden gelangte Flüssigkeit habe man mit speziellem Bindemittel abgestreut und aufgenommen, hieß es. Was mit der in die Auffangwanne gelangten Flüssigkeit passieren sollte, war am Nachmittag noch unklar. Möglicherweise könne der Stoff wieder in die Maschine zurückgeführt werden, sagte Pohle.

Der Einsatz unter Vollschutz war sehr personalintensiv, so dass Feuerwehren aus Marsberg und Westheim - sie bilden gemeinsam einen ABC-Zug -, Bredelar, Giershagen und Beringhausen sowie aus der Gerätewagen Gefahrgut aus Brilon angefordert wurden. Später rückte auch der Messzug des Hochsauerlandkreises an, der sich aus Mitgliedern der Wehren in Winterberg, Schmallenberg und Eslohe bildet.

Nach dem Einsatz in Schutzanzügen mussten die Feuerwehrleute zu einem eigens eingerichteten Dekon-Platz gehen, um dort die Schutzbekleidung zu reinigen. Einsatzleiter am Donnerstag war Matthias Mönnighoff. (pfa)

Weitere Informationen zu dem Einsatz folgen!

Zuletzt geändert am Freitag, den 23. September 2016 um 05:40 Uhr