Kaminbrand an Silvester mit hohem Schaden

Donnerstag, den 01. Januar 2015 um 13:51 Uhr Verfasst von  Matthias Böhl
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Bei dem Kaminbrand am Silvesterabend entstand ein Schaden von 50.000 Euro. Bei dem Kaminbrand am Silvesterabend entstand ein Schaden von 50.000 Euro. Fotos: Matthias Böhl

ZINSE. Ein Kaminbrand mit hohem Sachschaden hielt am Silvesterabend die Erndtebrücker Feuerwehr in Atem. Gegen 18.30 Uhr wurden die Kameraden zu einem zunächst harmlos anmutenden Kaminbrand nach Zinse "Auerhahnbalz" alarmiert.

Als die ersten Kräfte ankamen, so der Leiter der Erndtebrücker Feuerwehr, Karl-Friedrich Müller, war die Rauchentwicklung aus dem Dach des Wohnhauses bereits so stark, dass die Sorge bestand, das Feuer könne durchzünden und den gesamten Dachstuhl in Brand stecken. Deshalb wurde der Alarm auf "Feuer 4" erhöht und somit kamen weitere Kräfte aus Erndtebrück, die Löschgruppe Schameder der DRK Rettungsdienst aus Erndtebrück und der Rettungswagen der Bad Laaspher Malteser hinzu.

Vom Dach aus verschafften sich die Kameraden Zugang zum Kamin. Doch durch die Hitzeentwicklung hatten die Flammen hinter einer Holzvertäfelung, die an den Ofen und den Kamin angrenzte, reichlich Glutnester gebildet. Deshalb öffneten die Kameraden unter schwerem Atemschutz das Dach und ließen Dachpfannen ab. Außerdem mussten sie mit einer Rettungssäge den Dachstuhl rund um den Kamin öffnen und auch im Inneren des Hauses Holzvertäfelungen und Dämmungen entfernen, um alle Glutnester erreichen und schließlich ablöschen zu können.

Beim Löschangriff von außen und beim Fegen des Kamins kam auch der Teleskopmast zum Einsatz, der direkt neben dem Haus in einem abschüssigen Weg in Stellung gegangen war. Von seinem Korb aus wurde das Dach unter anderem mit Strahlern ausgeleuchtet.

Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann, der zu viel Rauchgas einatmete, verletzt und musste vor Ort versorgt werden. Feuerwehrleute bargen schließlich den Kaminofen und Wertsachen, sowie bei den Löscharbeiten entstandene Abfälle aus dem Gebäude. Anschließend wurde das Haus mit einem Hochleistungslüfter von starkem Rauch befreit.

Die Anwohner aus der Nachbarschaft versorgten die Einsatzkräfte unterdessen mit Getränken. Insgesamt waren 44 Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort. Hinzu kamen noch Rettungsdienst und Polizei. Später war auch ein Dachdecker vor Ort, der Material zum Verschließen des Daches brachte, als die Löscharbeiten zu Ende waren. Nach einigen Stunden konnten die Kameraden die Einsatzstelle verlassen. Die Polizei gibt den entstandenen Sachschaden mit rund 50.000 Euro an.

Zuletzt geändert am Donnerstag, den 01. Januar 2015 um 14:05 Uhr