Mit Sicherheit in den Urlaub - Daran sollten Sie denken

Donnerstag, den 21. Juni 2018 um 07:48 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Auf dem Weg in den Urlaub sollten Verkehrsteilnehmer einiges beachten Auf dem Weg in den Urlaub sollten Verkehrsteilnehmer einiges beachten Symbolbild: 112-magazin.de

WALDECK-FRANKENBERG. Einen Unfall oder auch nur eine Panne wünscht man wirklich niemandem, schon gar nicht auf dem Weg in den Urlaub. Doch schnell ist es passiert, das Auto streikt, ein anderer ist im Stau aufgefahren oder man selbst hat die Kontrolle über den Pkw verloren und einen Unfall gebaut.

Plötzlich schießen tausend Fragen durch den Kopf, vor allem wenn der Unfall auf der Autobahn passiert ist und man dort vielleicht nicht ganz so sicher weiß, was zu tun ist. Als kleine Orientierungshilfe und Backup für den Hinterkopf haben wir daher folgende Tipps für unsere Leser:

(1) In Sicherheit bringen! Wenn es irgendwie geht mit dem Auto zur Seite fahren oder sogar bis auf den nächsten Rastplatz oder in die nächste Nothaltebucht.

(2) Warnweste anlegen und am besten hinter die nächste Leitplanke, auf jeden Fall weit von der Fahrbahn weggehen.

(3) Ein Fahrzeuginsasse sollte dabei das Warndreieck mitnehmen und dieses etwa 100 Meter hinter dem Fahrzeug am Fahrbahnrand aufstellen.

(4) Danach gilt es sich einen Überblick zu verschaffen (z.B. ob es Verletzte gibt) und wenn nötig Polizei (110) oder Rettungsdienst (112) zu verständigen.

Damit das alles so klappt müssen Grundvoraussetzungen gegeben sein: Warndreieck, Warnwesten, Feuerlöscher und Erste Hilfe Set gehören nicht irgendwo nach unten in den Kofferraum und damit unter jeder Menge Gepäck vergraben, sondern ganz oben auf. Die Warnwesten liegen am besten in den Ablagen der Türen, damit sie sofort griffbereit sind. In Deutschland muss in jedem Kraftfahrzeug übrigens eine Weste gesetzlich vorgeschrieben mitgeführt werden. In der eigenen Verantwortung liegt es für jeden Fahrzeuginsassen eine dabei zu haben und dann natürlich im besten Fall auch zu tragen, wenn man das Auto bei einem Unfall oder einer Panne verlassen muss.

Wo bin ich eigentlich?

Viele Verkehrsteilnehmer, die in Not geraten sind und ärztliche oder polizeiliche Hilfe nach einem Unfall benötigen, wissen gar nicht, wo sie sich gerade befinden. Nicht nur der Fahrer, sondern auch der Beifahrer sollte daher bestenfalls wissen, wo auf dem Reiseweg sie sich gerade befinden. Ortsangaben wie "50 Kilometer vor Frankfurt" helfen den Einsatzkräften wenig weiter. Entlang der Autobahn, vor allem in Baustellen, finden sich alle paar Meter rechteckige, meist blaue Schilder. Auf ihnen stehen Kilometerangaben, mit denen schnell, der genau Standort zu bestimmen ist. Auch die Entfernung zu Ausfahrten, Raststätten oder Parkplätzen kann bei der Eingrenzung der Örtlichkeit hilfreich sein. Über WhatsApp oder google maps kann der eigene Standort sehr schnell bestimmt werden oder schauen Sie auf ihr Navigationsgerät.

Fünf w´s angeben

Falls Sie in einen Unfall verwickelt werden, sollten Sie sich anhand der 5 w-Regel orientieren. Informieren Sie die Polizei oder die Feuerwehr in der Reihenfolge.

wann... ist der Unfall passiert? (um 10.15 Uhr)

wo... befindet sich die Unfallstelle? (Autobahn 44, Abzweig Diemelstadt in Fahrtrichtung Kassel)

wer... ist an dem Unfall beteiligt? (drei Pkws und vier verletzte Personen)

wie... ist der Unfall passiert? (Auffahrunfall)

was... wurde veranlasst? (Unfallstelle abgesichert, Erste Hilfe durchgeführt, Rettungsgasse erfolgt)

Übrigens: Die Notrufnummer kann auch dann gewählt werden, wenn keine Netzverbindung besteht.

Feuerlöscher nicht Zuhause lassen

Um Platz für Urlaubsutensilien zu haben, wird sehr oft auf "Unnötiges" verzichtet. So zum Beispiel auf Feuerlöscher. Das diese Maßnahme nach hinten losgehen kann, zeigen die vielen Brände auf auf deutschen Autobahnen. Oft sind technische defekte Auslöser von Fahrzeugbränden. Daher sollte der Feuerlöscher schnell griffbereit sein. Feuerlöscher für Fahrzeuge gibt es im Autofachmärkten. Besonders geeignet und sehr handlich, sind 2-kg-ABC-Pulverlöscher, zu denen auch die Gesellschaft für Technische Überwachung rät. Ihre Löschzeit reicht meist für eine effektive Brandbekämpfung aus. (ots/r)

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Zuletzt geändert am Donnerstag, den 21. Juni 2018 um 08:45 Uhr