Fast 100 Meter hinter Leitplanke gefahren, dann gegen Baum

Freitag, den 17. März 2017 um 00:53 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
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Der Golf wurde völlig zerstört, die junge Fahrerin hatte Glück im Unglück und blieb unverletzt. Der Golf wurde völlig zerstört, die junge Fahrerin hatte Glück im Unglück und blieb unverletzt. Fotos: pfa

LANDAU/GASTERFELD. Fast 100 Meter ist am Donnerstagabend eine junge Frau hinter der Leitplanke eine Böschung entlang gefahren, ehe der fast neue Wagen gegen einen Baumstumpf prallte, sich drehte und völlig zerstört an einer Buche zum Stillstand kam. Die 24-Jährige wurde vorsorglich zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht, wenig später aber unverletzt wieder entlassen.

Die junge Arolserin befuhr am Abend gegen 21.30 Uhr die Bundesstraße 450 aus Richtung Residenzstadt kommend in Richtung Wolfhagen. Polizeiangaben zufolge war die 24-Jährige mit einem erst etwa sechs Monate alten VW Golf 7 auf dem Weg zur Arbeit im Kasseler Raum. Als sie sich im Streckenabschnitt zwischen Landau und Gasterfeld kurz vor der Kreisgrenze befand, kam die Golffahrerin in einer beginnenden Linkskurve vermutlich durch Unachtsamkeit nach rechts von der Bundesstraße ab.

Das Auto überfuhr die Einmündung eines Waldwegs, verfehlte nach einigen Metern die dort beginnende Leitplanke und fuhr hinter dieser noch weitere 90 Meter an der Böschung entlang und krachte dann mit großer Wucht gegen einen Baumstumpf. Dadurch drehte sich der Golf um 180 Grad, drei Räder rissen ab und der Wagen wurde rundherum stark beschädigt. An einem Baum oberhalb eines noch etwa fünf Meter steil nach unten verlaufenden Abhangs kam der Golf mit Totalschaden zum Stehen.

Die Fahrerin befreite sich selbst aus dem Wrack. Eine 39-jährige Autofahrerin aus Südhessen, die wenig später auf der Fahrt in Richtung Kassel an der Unfallstelle vorbeikam, sah aus dem Augenwinkel eine winkende Person an dem Abhang. Die Frau stoppte, kümmerte sich um die Verunfallte und wählte den Notruf. Der Arolser Notarzt und die Besatzung eines Rettungswagens rückten zum Unfallort aus, außerdem wurde die Feuerwehr aus der Residenzstadt mit hydraulischem Rettungsgerät alarmiert. Dessen Einsatz war aber nicht nötig.

Die Brandschützer sicherten das Wrack mit der Seilwinde gegen weiteres Abrutschen, leuchteten die Unfallstelle aus und sammelten Trümmerteile ein. Der Bad Arolser Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Meyer zeigte sich erleichtert, dass der Wagen nicht den gesamten steilen Hang hinunter gerutscht und die Fahrerin nicht eingeklemmt war.

Die Strecke blieb in diesem Abschnitt der B 450 für gut eine Stunde voll gesperrt. Ein Bergungsunternehmen rückte an und hievte den zerstörten Golf mit einem Kran auf das Abschleppfahrzeug. Die Schadenshöhe beläuft sich auf mindestens 25.000 Euro. (pfa)  


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Feuerwehr Bad Arolsen


Zuletzt geändert am Freitag, den 17. März 2017 um 14:28 Uhr

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