Ungebremst gegen Haus: Vier Männer schwer verletzt / VIDEO

Samstag, den 25. Februar 2017 um 11:20 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
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Die vier Insassen dieses Autos erlitten schweren Verletzungen. Der Wagen wurde bei dem Unfall völlig zerstört. Die vier Insassen dieses Autos erlitten schweren Verletzungen. Der Wagen wurde bei dem Unfall völlig zerstört. Foto: pfa

WELLEN. Vier junge Männer im Alter zwischen 18 und 30 Jahren sind am frühen Samstagmorgen mit einem Auto ungebremst gegen ein Haus in Wellen geprallt und schwer verletzt worden. Der 23-jährige Fahrer wurde hinter dem Steuer eingeklemmt. Ein Großaufgebot an Rettungskräften eilte zur Unfallstelle, die Feuerwehr setzte hydraulisches Gerät ein.

Die Unfallursache stand am Morgen noch nicht fest. Nach ersten Informationen der Wildunger Polizei waren der 23 Jahre alte Edertaler und seine drei Mitfahrer - zwei von ihnen sind 18, einer ist 30 Jahre alt - gegen 4.30 Uhr im Nachbarort Wega nach einem Diskothekenbesuch losgefahren in Richtung Wellen. Zeugenangaben zufolge überfuhr der Seat Ibiza Kombi in Wellen ungebremst die Ortsdurchfahrt - obwohl dort ein Stoppschild steht. Der Wagen fuhr geradeaus, überfuhr an der Einmündung zur Bachstraße den Bürgersteig und mehrere Schilder, geriet auf eine Mauer, riss den Zaun darauf um und prallte schließlich frontal gegen die Ecke des dortigen Wohnhauses. Der Kombi schleuderte nach der Kollision noch um 90 Grad herum und blieb schließlich quer zur ursprünglichen Fahrtrichtung stehen.

Alle vier Insassen aus der Großgemeinde Edertal zogen sich schwere Verletzungen zu, der Fahrer konnte sich nicht mehr selbst befreien. Er war in Höhe der Beine eingeklemmt. Die Leitstelle forderte nach dem Notruf mehrere Feuerwehren sowie die Notärzte aus Bad Wildungen, Korbach und Fritzlar an, außerdem eilten die Besatzungen von insgesamt vier Rettungswagen aus Lieschensruh, Bad Wildungen, Fritzlar und Sachsenhausen zur Unfallstelle. Zwei Organisatorische Leiter Rettungsdienst aus Bad Wildungen und der Leitende Notarzt aus Bad Arolsen, gefahren von Feuerwehrleuten aus der Residenzstadt, waren ebenfalls an der Unfallstelle eingesetzt.

Mehr als 30 Feuerwehrleute aus Wellen, Bergheim-Giflitz und Hemfurth-Edersee unter der Leitung von Gemeindebrandinspektor Dirk Rübsam setzten mehrere hydraulische Geräte - Rettungsschere, Spreizer und Rettungszylinder - ein, um den eingeklemmten Fahrer zu befreien. Unter anderem wurden die Türen und der B-Holm auf der Fahrerseite entfernt. Mit den Zylindern pressten die Brandschützer dann das deformierte Fahrzeug im Bereich des Fahrersitzes auseinander. Weitere Feuerwehrleute sicherten die Unfallstelle ab und leuchteten sie aus. An der Unfallstelle war auch der stellvertretende Kreisbrandinspektor Bernd Berghöfer.

Die Verletzten wurden nach notärztlicher Erstversorgung in Kliniken nach Kassel, Bad Wildungen und Korbach eingeliefert.

Am Auto entstand Totalschaden von geschätzten 10.000 Euro. Den Schaden an Haus, Zaun und Schildern gab die Wildunger Polizei mit weiteren 1000 Euro an. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an. (pfa)


Zuletzt geändert am Samstag, den 25. Februar 2017 um 12:42 Uhr

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