Lkw-Unfälle auf A 44: Drei Schwerverletzte

Montag, den 26. April 2010 um 15:51 Uhr Verfasst von  Dennis Schmidt
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DIEMELSTADT/WARBURG. Bei schweren Lkw-Unfällen auf der Autobahn 44 sind in der Nacht drei Menschen schwer verletzt worden.

Zunächst hatte es geheißen, einer der Beteiligten sei bei einem der Unfälle ums Leben gekommen. Insgesamt habe es drei Schwer- und zwei Leichtverletzte gegeben, wie Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch am Morgen berichtete. Um 0.44 Uhr hatte es laut Jungnitsch zum ersten Mal in der Nähe der Anschlussstelle Warburg auf der Fahrspur in Richtung Kassel gekracht. Ein 24 Jahre alter Sprinterfahrer aus Kassel war nach ersten Erkenntnissen vermutlich aus Unachtsamkeit auf das letzte Fahrzeug einer britischen Militärkolonne aufgefahren und wurde dabei schwer verletzt.

Warburger Feuerwehrleute befreiten den 24-Jährigen mit der Rettungsschere aus seinem Führerhaus befreit. Nach der medizinischen Erstversorgung durch die Rettungskräfte kam er zur Weiterbehandlung ins Klinikum nach Kassel. Seine ebenfalls 24 Jahre alte Beifahrerin aus Kassel erlitt leichte Verletzungen und verließ das Fahrzeug selbständig. Sie wurde mit Verdacht auf einen Schock von Arolser Rettungsassistenten mit dem RTW nach Bad Arolsen ins Krankenhaus gebracht. Sie verließ die Klinik nach ambulanter Behandlung noch in der Nacht wieder.

Aufgrund der Schwere der Verletzungen konnte der 24-jährige Sprinterfahrer noch nicht zum Unfallhergang befragt werden. Seine Beifahrerin hatte gegenüber den Beamten der Polizeiautobahnstation Baunatal angegeben, zum Zeitpunkt des Unfalls geschlafen zu haben. Die Insassen des britischen Militärfahrzeugs blieben unverletzt. Der Sachschaden liegt bei rund 20.000 Euro

Vier Lkw bei Folgeunfall im Stau beteiligt
Kurze Zeit später, etwa gegen 1.25 Uhr, kam es im Rückstau zu einem Folgeunfall, in den insgesamt vier Lkw verwickelt waren. Bei diesen Unfällen wurde weitere zwei Menschen schwer und einer leicht verletzt. Einer der beteiligten Lkw aus Cloppenburg hatte Schweinehälften und Frikadellen geladen, die sich zum Teil auf den Fahrspuren verteilten. Verursacher dieses Unfalls war ein 62 Jahre alter Lkw-Fahrer aus Dortmund, der am Stauende ungebremst auf den Cloppenburger Lkw auffuhr, der von einem 49-Jährigen aus Cappeln (Oldenburg) gesteuert wurde.

Dessen Fahrzeug wurde wiederum auf den vor ihm stehenden Lkw eines 52-Jährigen aus Fröndenberg/Ruhr geschoben. Die Kettenreaktion dieses Auffahrunfalls endete am Heck eines Lkw aus Paderborn, der von einem 48 Jahre alten Mann gefahren wurde. Der Dortmunder und der Fröndenberger wurden schwer verletzt. Sie wurden in Krankenhäuser nach Marsberg und Warburg gebracht. Der 49-Jährige aus Cappeln erlitt nur leichte Verletzungen, während der Paderborner unverletzt blieb. An den beteiligten Fahrzeugen entstand insgesamt ein Sachschaden von rund 120.000 Euro.

Feuerwehren aus Diemelstadt befreien eingeklemmten Fahrer
Feuerwehrleute aus Rhoden und Wrexen rückten nach diesem Unfall auf die Autobahn aus, um einem schwerverletzten Fahrer aus dem Fahrzeugwrack zu helfen. An den Rettungs- und Bergungsarbeiten waren neben den Feuerwehrleuten aus Diemelstadt unter anderem auch der Notarzt und die Besatzung eines Rettungswagens aus Bad Arolsen beteiligt.

Die Autobahn blieb in Richtung Dortmund die ganze Nacht über gesperrt. Die Polizei ließ den Verkehr ab der Anschlussstelle Diemelstadt abfließen und umleiten. Ab etwa 7 Uhr lief der Verkehr laut Jungnitsch wieder wie gewohnt.