Riskant überholt: Mehrere Verletzte

Sonntag, den 23. Mai 2010 um 15:25 Uhr Verfasst von  Dennis Schmidt
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DIEMELSTADT. Bei einem schweren Unfall auf der B 252 sind fünf Menschen verletzt worden. Eine 54-Jährige wurde eingeklemmt. Nach Angaben der Bad Arolser Polizei befuhr ein 75 Jahre alter Mann aus Marburg am frühen Sonntagnachmittag mit seinem BMW die Bundesstraße 252 aus Richtung Arolsen kommend in Richtung Autobahn. Mit im BMW saß die 54 Jahre alte Tochter des Mannes. Auf der Rhoder Umgehung überholte der Marburger in einer Rechtskurve mehrere andere Fahrzeuge, obwohl sich Gegenverkehr näherte.

Der BMW erfasste zunächst seitlich einen älteren Opel, in dem der 59 Jahre alte Fahrer aus Burgwald und der 72-jährige Beifahrer aus Marienmünster bei Höxter saßen. Durch den Aufprall riss ein Hinterrad des Opels ab, der Wagen kam seitlich an einer Böschung unter einer Brücke zum Stehen. Der BMW schleuderte weiter, zog laut Polizei eine etwa 60 Meter lange Blockierspur und rammte dann einen Ford Fiesta - diesen steuerte die 54 Jahre alte Ehefrau des Opelfahrers aus Burgwald. Mit im Wagen saß eine 75-Jährige ebenfalls aus Marienmünster.

Der Fiesta kam schräg an der Böschung zum Stehen, davor kam der BMW mit dem Heck zur Straße zum Stillstand. Die Ford-Fahrerin wurde im Wagen eingeklemmt und schwer verletzt. Feuerwehrleute aus Diemelstadt rückten aus und befreiten die Frau mit hydraulischem Gerät aus dem Wrack. Die Beifahrerin zog sich ebenfalls Verletzungen zu, ebenso der BMW-Fahrer und seine Tochter.

Zur Unfallstelle rückten neben Feuerwehr und Polizei auch die Notärzte aus Bad Arolsen und Höxter sowie die Besatzungen von insgesamt fünf Rettungswagen aus. Außerdem forderten die Rettungskräfte einen Rettungshubschrauber an - auf der voll gesperrten Bundesstraße landete wenig später der Siegener ADAC-Helikopter Christoph 25. Die Besatzung flog die Burgwalderin in eine Klinik, die übrigen Verletzten wurden mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser eingeliefert.

Die eingesetzten Feuerwehrleute aus Rhoden und Wrexen unter Leitung von Stefanie Tepel setzten nicht nur Schere und Spreizer ein, sondern stützten auch den schräg an der Böschung stehenden Fiesta mit Baustützen gegen Umstürzen ab, sicherten die Unfallstelle ab, halfen bei der Bergung der Wracks mit der Seilwinde, klemmten die Fahrzeugbatterien ab und reinigten die Fahrbahn. Zahlreiche Schaulustige verfolgten die Rettungs- und Bergungsarbeiten von der nahe gelegenen Brücke aus.

Der Schaden an den drei völlig demolierten Fahrzeugen beläuft sich Polizeiangaben zufolge auf rund 20.000 Euro. Die Bundesstraße blieb bis gegen 15.45 Uhr voll gesperrt.