Volkmarsen: Lkw-Unfall sorgt für Stromausfall

Mittwoch, den 24. April 2013 um 12:42 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
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Ein von einem Sattelzug gerammter Container-Auflieger riss am Vormittag einen Verteilerschrank in Volkmarsen um. Durch den Unfall und die Reparaturarbeiten kam es zu einem Stromausfall in Teilen der Stadt. Ein von einem Sattelzug gerammter Container-Auflieger riss am Vormittag einen Verteilerschrank in Volkmarsen um. Durch den Unfall und die Reparaturarbeiten kam es zu einem Stromausfall in Teilen der Stadt. Fotos: pfa

VOLKMARSEN. Ein Unfall, bei dem ein Sattelzug einen abgestellten Container-Auflieger rammte, hat am Mittwoch für einen längeren Stromausfall in der Kugelsburgstadt gesorgt. Der gerammte Auflieger nämlich wurde gegen einen Kabelverteilerschrank geschleudert und zerstörte diesen.

Der 32 Jahre alte polnische Lkw-Fahrer befuhr nach Auskunft der Arolser Polizei gegen 10.30 Uhr die Kasseler Straße in Richtung Breuna. Während ein vor ihm fahrender Lkw einen am rechten Fahrbahnrand geparkten und mit Warnbake gesichertenleeren Container-Auflieger umfuhr, rammte der 32-Jährige mit seinem Sattelzug das kurz vor dem Ortsausgang stehende Hindernis. Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte der Auflieger eines Containerdienstes aus dem Vogelsbergkreis um 180 Grad herum, riss den Verteilerschrank der E-ON um und blieb schließlich am Fahrbahnrand liegen.

Am Sattelzug entstand ein enormer Frontschaden, größere Mengen Kühlerflüssigkeit liefen aus. Dem Lkw-Fahrer gelang es noch, seinen Sattelzug auf einen Parkplatz in der Nähe zu steuern. Von dort aus musste das Fahrzeug später abgeschleppt werden. Der Mann aus Polen blieb unverletzt. Auch auf dem Bürgersteig kam niemand zu Schaden. "Wenn hier jemand hergelaufen wäre, der hätte das nicht überlebt", zeigte sich ein Anwohner überzeugt. Der ältere Volkmarser beklagte die rasante und oftmals rücksichtslose Fahrweise vieler Verkehrsteilnehmer.

Weil zunächst die Art der ausgelaufenen Flüssigkeit nicht bekannt und an dem Anhänger eine Abfall-Warntafel angebracht war, alarmierte die Leitstelle die Feuerwehren aus Volkmarsen und Bad Arolsen zu einem Gefahrgut-Einsatz. Die Brandschützer brauchten aber nicht einzugreifen, die Straßenmeisterei säuberte die Fahrbahn. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 20.000 bis 30.000 Euro.

Unmittelbar nach dem Unfall rückte auch der Notdienst des Energieversorgers an, um den zerstörten Kabelverteilerschrank aus Sicherheitsgründen stromlos zu schalten. Dadurch fiel in Teilen der Stadt die Stromversorgung aus. In einem benachbarten Autohaus war es dadurch beispielsweise nicht mehr möglich, Autos von der Reparaturbühne herunterzulassen. Noch am Vormittag begann ein Bauunternehmen gemeinsam mit den Mitarbeitern des Versorgers, den Verteilerschrank zu demontieren und einen neuen zu setzen. Wie lange die Arbeiten und somit der Stromausfall dauert, war an der Unfallstelle zunächst nicht bekannt. Ein Sprecher der zuständigen Außenstelle in Hofgeismar erklärte auf Anfrage, das Betriebspersonal sei bemüht, den Schaden so schnell wie möglich zu beheben. Dies könne bis etwa 17 Uhr dauern.

Zuletzt geändert am Mittwoch, den 24. April 2013 um 14:50 Uhr