Riskantes Überholmanöver führt zu Unfall, Mann schwerverletzt

Freitag, den 14. Dezember 2018 um 12:19 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Ein Mann wurde bei dem riskanten Überholmanöver schwer verletzt. Ein Mann wurde bei dem riskanten Überholmanöver schwer verletzt. Fotos: Wittke, NH24

FRITZLAR. Das offenbar vollkommen unverantwortliche Überholmanöver eines 75 Jahre alten Golf-Fahrers aus Bad Emstal endete am Donnerstagabend glücklicherweise nicht in einer Tragödie. Dennoch wurden bei dem schweren Unfall ein 36 Jahre alter BMW-Fahrer aus Gudensberg, dessen Frau, das zweijährige Kind des Paares und der Verursacher verletzt.

Wie ein Beamter der Polizeistation Fritzlar vor Ort sagte, war der 75-Jährige gegen 17.45 Uhr von Ungedanken in Richtung Fritzlar unterwegs. Etwa in Höhe des Wehres, überholte der Mann mit seinem Golf in einer langgezogenen Rechtskurve einen Sattelzug.

Der entgegenkommende 36-Jährige sah den Golf und versuchte noch nach rechts in die Leitplanke auszuweichen. Trotzdem prallten die Fahrzeuge in der Engstelle jeweils vorne links zusammen. Bei dem Golf riss das linke Vorderrad ab, der Wagen drehte sich und kam entgegengesetzt seiner Fahrtrichtung zum Stillstand. Der BMW schleuderte auf die Richtungsfahrbahn Fritzlar und kam dort auch zum Liegen.

Durch den Zusammenprall knickte das Linke Vorderrad des BMW ab und drückte Teile der Karosserie ins Fahrzeuginnere, der 36-Jährige wurde im Bereich der Beine eingeklemmt. Ersthelfer und ein zufällig vorbeikommendes Rettungsteam des ASB leisteten Erste und qualifizierte Hilfe und alarmierten die Rettungskräfte. Unter der Einsatzleitung von Jörg Bubenhagen (Ungedanken), befreiten Fritzlarer Feuerwehrleute den 36-Jährigen schonend und gemeinsam mit dem Rettungsdienst aus dem Unfallwrack.

Dazu mussten mit hydraulischem Gerät Entlastungsschnitte gesetzt und das Dach entfernt werden. Während der 36-Jährige schwere, keinen lebensbedrohlichen, Verletzungen erlitt, wurden der Unfallverursacher, das Kind und die Ehefrau nur leicht verletzt. Der Rettungsdienst brachte alle in Krankenhäuser nach Kassel und Fritzlar. Im Einsatz waren der Unfallrettungszug Fritzlar, drei Rettungsteams, zwei Notärzte, ein organisatorischer Leiter Rettungsdienst und der leitende Notarzt Dr. Hartmut Lotz.

Eine Streife der Polizei Fritzlar nahm den Unfall auf. Während der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen war die Strecke voll gesperrt. (NH24)