Polizei warnt vor "Datenschutzauskunft-Zentrale"

Dienstag, den 02. Oktober 2018 um 15:38 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Die "Datenschutzauskunft-Zentrale" verschickt derzeit dubiose Schreiben. Die "Datenschutzauskunft-Zentrale" verschickt derzeit dubiose Schreiben. Foto: Polizei Korbach

WALDECK-FRANKENBERG. Derzeit werden im Landkreis Waldeck-Frankenberg an Unternehmen und auch kommunale Dienstleister Faxe der "Datenschutzauskunft-Zentrale" (DAZ) verschickt. Ein Blick in das Kleingedruckte lohnt: 498 Euro netto werden jährlich fällig. Es wird dringend abgeraten, das Formular zu unterschreiben.

Diese Schreiben werden nicht nur im hiesigen Landkreis, sondern auch bundesweit versendet. Das Schreiben erweckt dabei den Eindruck, es handele sich um ein behördliches Schreiben. Es wird daran auf die "Erfassung Gewerbebetriebe zum Basisdatenschutz nach EU-DSGVO" hingewiesen. Weiterhin folgt im Anschreiben der fett markierte und unterstrichene Hinweis, dass "bis zum 09. Oktober 2018 gebührenfrei an die EU-weite, zentrale Fax-Stelle", kostenfrei die Unterlagen übersendet werden können.

Im Kleingedruckten der zweiten Seite offenbart sich, dass jährlich 498 Euro fällig werden. Über die Laufzeit des Vertrages sind keine Informationen hinterlegt, schaut man in die angegebenen AGB wird deutlich, dass nach Unterzeichnen ein 36-monatiger Vertrag geschlossen wird.

So werden aus den 498 Euro also schnell 1494 Euro. Die Polizei rät, das Formular sofort in den Schredder zu stecken und nicht zu unterzeichnen. Sofern Sie dieses Schreiben bereits ausgefüllt haben, sollten Sie den Vertrag sofort per Einschreiben widerrufen und Anzeige bei der Polizei erstatten. (ots/r)

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