Welle betrügerischer Anrufe erreicht Waldeck-Frankenberg

Mittwoch, den 12. September 2018 um 07:58 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Welle betrügerischer Anrufe erreicht Waldeck-Frankenberg Welle betrügerischer Anrufe erreicht Waldeck-Frankenberg Foto: ots/Archiv/Polizei

WALDECK-FRANKENBERG. Am Dienstag erreichte eine ganze Welle betrügerischer Anrufe den Landkreis Waldeck-Frankenberg. Es wurden bislang etwa 20 Fälle bei den Polizeistationen bekannt.

Die Anrufer geben sich als Polizeibeamte aus, die unter der Legende der Festnahme eines oder mehrerer Einbrecher die finanziellen Verhältnisse der Angerufenen ausspionieren wollen. Erfreulich ist, dass die Angerufenen die Betrugsmasche sofort durchschauten und anschließend die richtige Polizei verständigt haben. Dort konnten sie beruhigt werden und sich weitere Tipps zum richtigen Verhalten im Falle solcher Anrufer geben lassen.

Wie gehen die Betrüger vor?

Trickbetrüger rufen in der Regel Senioren an und geben sich als Polizeibeamte aus. Dabei suchen sie häufig ihre Opfer anhand der Vornamen in Telefonbüchern aus. Sie erzählen Ihnen, dass es vermehrt zu Einbrüchen in Ihrer Umgebung gekommen sei und versuchen ihre persönlichen Vermögensverhältnisse zu erfragen. So fragen die Betrüger nach Schmuck und Bargeld und wie diese Wertgegenstände verwahrt werden. Der falsche Polizist bietet Ihnen eventuell an, die Wertgegenstände abholen zu lassen um sie sicher bei der Polizei zu verwahren.

Tipps der Polizei

"Trauen Sie ihrem Gefühl! Seien Sie misstrauisch bei angeblichen Anrufen von Amtsträgern oder Behörden, die von Ihnen Informationen am Telefon verlangen. Geben Sie keine Auskünfte über Tagesabläufe, Abwesenheiten, Vermögensverhältnisse oder Ähnliches. Offizielle Stellen haben Verständnis für diese reservierte Haltung. Notieren Sie sich bei verdächtigen Anrufen Name, Behörde und Telefonnummer. Erstellen Sie wenn möglich ein Gedächtnisprotokoll und scheuen Sie sich nicht, die Notrufnummer 110 anzuwählen und den Vorfall zu schildern.

Seien Sie grundsätzlich skeptisch, wenn sich Personen am Telefon als Amtsträger ausgeben und eine Zahlung fordern. Die Polizei und andere Behörden werden niemals für die Unterstützung bei Ermittlungen Bargeld verlangen oder am Telefon um eine Überweisung eines Geldbetrages bitten!

Zahlungsaufforderungen von Behörden werden immer mit klar erkennbarem Absender auf dem Postweg zugestellt. Warnen Sie auch Freunde, Bekannte und Ihre Eltern sowie Großeltern vor dieser Betrugsmasche.

Wenn Sie trotz aller Vorsicht doch in die Falle der Betrüger getappt sind: Erstatten Sie umgehend eine Strafanzeige bei der Polizei. (ots/r)

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Zuletzt geändert am Mittwoch, den 12. September 2018 um 08:04 Uhr
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