Landkreis Waldeck-Frankenberg sicher, Aufklärungsquote hoch

Freitag, den 02. März 2018 um 10:45 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Die Polizei zeigte in Waldeck-Frankenberg auch in Jahr 2017 deutlich Präsenz Die Polizei zeigte in Waldeck-Frankenberg auch in Jahr 2017 deutlich Präsenz Titelbild: Symbolbild 112-magazin

LANDKREIS WALDECK-FRANKENBERG. Die Polizei in Waldeck-Frankenberg hat sehr gute Arbeit geleistet - das geht aus der am Mittwoch vorgestellten  polizeilichen Kriminalstatistik hervor. Leiter der Polizeidirektion Nordhessen Achim Kaiser, Polizeisprecher Volker König und Kripo-Chef Christian Golomp hatten die heimische Presse nach Korbach eingeladen.

Exakt 5936 Straftaten registrierten die Beamten der Polizeistationen im Jahr 2017 und somit 230 mehr als im Jahr davor. Doch auch die Aufklärungsquote ist deutlich gestiegen: "Mit  64,4 Prozent können wir die höchste Aufklärungsrate in Nordhessen präsentieren", bestätigte Achim Kaiser das erfreuliche Ergebnis. Als wesentliche Gründe für die herausragende Arbeit nannte Achim Kaiser verbesserte Methoden bei der Aufarbeitung der Straftaten. So wurden in den vergangenen Jahren Mitarbeiter intensiv geschult und neue Sicherheitsberater ausgebildet. Auch neue Verfahren in der Gentechnik (DNA) trugen zur schnelleren Aufklärung bei.

Gestiegen ist nach Angaben von Christian Golomp die Internetkriminalität, während die klassischen Wohnungseinbrüche von  182 im Jahr 2016 auf 82 im Jahr 2017 gefallen sind. Das ist auch darauf zurückzuführen, so Hauptkommissar Volker König, dass Wohnungseinbruchsschutz wesentlich intensiver in der Bevölkerung aufgenommen wird. Auch die Präventionsmaßnahmen der Polizei tragen dazu bei, dass Fenster und Türen besser gesichert werden und die Menschen sensibler ihr Umfeld betrachten.  Die meisten Einbruchsdelikte (15) wurden in Willingen registriert, in Korbach waren es 12, in Arolsen sieben und in Frankenberg schlugen Einbrecher zehnmal zu. Die Badestadt kam mit acht Einbruchsdiebstählen im Vergleich zum Vorjahr (60) ebenfalls glimpflich davon. Die hohe Zahl der Einbrüche in Bad Wildungen im Jahr 2016 war auf eine bosnische Bande zurückzuführen, der man das Handwerk legen konnte.

Auch wenn Diebstahlsdelikte seit zehn Jahren tendenziell im Landkreis abnehmen, wurden im vergangenen Jahr 1380 leichte und 647 schwere Delikte angezeigt (insgesamt 2027). Polizeisprecher Volker König machte deutlich, dass Diebstahlsdelikte aus Kraftfahrzeugen von 160 im Jahr 2016, um 86 auf 246 im Jahr 2017 gestiegen sind. Allein ein ermittelter Täter hatte im vergangenen Jahr etwa 50 Straftaten zu verantworten. Spezialisiert hatte sich der Täter hauptsächlich auf Kraftfahrzeuge in Korbach, bis angelegte Handschellen dem Treiben ein Ende bereiten konnten.

Genau drei Straftaten gegen das Leben hatte die Kripo im Jahr 2017 zu bearbeiten. Im Jahr zuvor waren es noch elf Delikte. Auch 24 Fälle von schwerem Kindesmissbrauch gab es im Landkreis. Insgesamt 93 Sexualstraftaten wurden registriert und damit 22 mehr als im Jahr 2016. Die Aufklärungsquote lag hier bei 91,4 Prozent. Rohheitsdelikte wie Körperverletzung und Raub wurden im vergangenen Jahr insgesamt 803 gezählt (819 im Jahr 2016). Erfreulich ist die Aufklärungsquote mit fast 92 Prozent. Korbach führt hier die Statistik mit 107 Straftaten an, gefolgt von Arolsen mit 86 Fällen, die Kollegen aus Frankenberg mussten 64 Straftaten bearbeiten, in Willingen wurden 57 Delikte protokolliert. Exakt 142 Fälle von häuslicher Gewalt wurden registriert. Mit 580 Straftaten wegen Körperverletzungen und 29 Raubdelikten mussten sich die Beamten im Jahr 2017 auseinandersetzen.  

Insgesamt 59 Brandstiftungen hatten die Ermittler im vergangenen Jahr zu bearbeiten. In 2016 waren es nur 33. Mit einer Aufklärungsquote von 49,3 Prozent kann sich das Ergebnis sehen lassen. Besonders oft brannte es in der Gemarkung Vöhl, dort hatte es ein Zündler im Nahbereich des Nationalparkzentrums und in der näheren Gemarkung auf Scheunen abgesehen. Auch in Haina Kloster war ein Brandstifter mehrmals aktiv.

Abschließend bedankten sich Kriminaldirektor Achim Kaiser, Kriminalrat Christian Golomb und Polizeihauptkommissar Volker König für die gute Zusammenarbeit mit den heimischen Medien, die ein Verbindungsglied zur Bevölkerung darstellen. Nicht unerheblich trugen Zeugenaussagen nach Presseartikeln dazu bei, dass Fälle aufgeklärt werden konnten.  (112-magazin)

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Zuletzt geändert am Freitag, den 02. März 2018 um 10:49 Uhr