Beziehungsdrama: Waffengewalt, Polizeihund beißt zu

Dienstag, den 02. Januar 2018 um 10:33 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Ein Diensthund der Polizei bereinigte die Angelegenheit am 31. Dezember 2017  Ein Diensthund der Polizei bereinigte die Angelegenheit am 31. Dezember 2017 Foto: 112-magazin (Symbolbild)

STADTALLENDORF. Beziehungsstreitigkeiten eskalierten am Sonntagmittag vor einem Wohnhaus in der Kernstadt. Bei dem Vorfall erlitten zwei Personen Verletzungen - insgesamt 12 Streifenwagen und ein Diensthund waren im Einsatz.

Bei dem Geschehen, das sich über etwas mehr als zwei Stunden hinzog, kamen insgesamt zwölf Streifenwagen aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf, aus Gießen sowie aus Alsfeld zum Einsatz.

Wie berichtet wurde, befand sich die gleichaltrige Ehefrau nach einem Streit am Vortrag in der Wohnung eines 53 Jahre alten Mannes. Gegen 12 Uhr erschien der mutmaßliche Täter vor dem Haus und zertrümmerte zunächst mit einem Kantholz die Frontscheiben von zwei dort abgestellten Fahrzeugen. Der Wohnungsinhaber, der sich dem Randalierer in den Weg stellte, erlitt bei dem folgenden Angriff Verletzungen im Gesicht.

Mit neuen Gedanken verließ der mutmaßliche Täter danach das Grundstück und kehrte wenig später mit einem Fahrzeug wieder. Er durchbrach mit dem Wagen einen Zaun, stieg aus und gab mit einer scharfen Waffe mehrere Schüsse in die Luft ab. Danach verschwand er in einem Nebengebäude des Anwesens. Andere Hausbewohner konnten zwischenzeitlich durch Polizeikräfte evakuiert werden.

Als der Tatverdächtige erneut heraustrat, erfolgte durch die Polizei unter Zuhilfenahme eines Diensthundes der Zugriff. Der 49-Jährige erlitt durch Hundebisse leichte Verletzungen. Den mitgeführten Revolver stellten die Beamten sicher, veranlassten eine Blutentnahme und stellte den Führerschein des Randalierers sicher.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ordnete ein Richter eine Wohnungsdurchsuchung bei dem Beschuldigten an. Dabei stellten die Beamten weitere Munition sicher. Die Ermittlungen, auch zur Herkunft des Revolvers, dauern an. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Täter in eine Psychiatrie eingewiesen.

Der verletzte Wohnungsinhaber musste ambulant in der Klinik behandelt werden. (ots/r)

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Zuletzt geändert am Dienstag, den 02. Januar 2018 um 11:11 Uhr