Große Buche umgestürzt: Wie durch Wunder niemand verletzt (aktualisiert)

Mittwoch, den 12. Juli 2017 um 19:13 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
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Die Ortsdurchfahrt war auf gesamter Breite blockiert. Wie durch ein Wunder hatte die umstürzende Buche keine Fußgänger oder Fahrzeuge getroffen. Die Ortsdurchfahrt war auf gesamter Breite blockiert. Wie durch ein Wunder hatte die umstürzende Buche keine Fußgänger oder Fahrzeuge getroffen. Fotos: pfa

TWISTE. Ein etwa 300 Jahre alter Baum ist am Mittwochnachmittag gegen 16.15 Uhr aufgrund einer Sturmböe auf die Straße, etwa in Höhe der Haltestelle Mitte, unweit der Blitzersäule gestürzt. Die Ortsdurchfahrt blieb längere Zeit für den Verkehr gesperrt, die Feuerwehr leitete den Durchgangsverkehr innerorts um. Es kam zu längeren Wartezeiten.

"Es gab plötzlich einen wahnsinnig lauten Schlag", sagte eine Anwohnerin gegenüber 112-magazin.de. Als sie dann aus dem Fenster schaute, habe sie nur noch den zu Boden stürzenden Baum gesehen, "das ging alles furchtbar schnell." Die Frau, die den Baum von Kindesbeinen an kennt, sagte, "den Lärm beim Umkippen der Buche werde ich wohl in meinem ganzen Leben nicht vergessen." Der umgestürzte Baum war vielen Verkehrsteilnehmern vom Vorbeifahren bekannt: Die ortsbildprägende Buche stand im Garten des Pfarrhauses, war seit Jahren mit Metallstützen und speziellen Gurten gesichert - offenbar war die Standsicherheit des alten Baumes, der als Naturdenkmal eingestuft war, anders nicht mehr zu gewährleisten. Im unteren Teil des Stammes war am Mittwoch deutlich zu erkennen, dass der Baum innen teilweise hohl war.

Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt, als die gewaltige Buche am Nachmittag vom starken Wind umgerissen wurde und direkt auf den Gehweh, teils auf das Wartehäuschen der Bushaltestelle und auf die Ortsdurchfahrt stürzte. Ein Auto konnte gerade noch anhalten - in Höhe der stationären Radaranlage sind die Autofahrer offenbar stets bremsbereit. Was unter der Last des Holzes mit einem Fahrzeug passiert wäre, ließ sich beim Betrachten einiger Metallstützen eindrucksvoll erahnen: Die Stangen, aus ähnlich starkem Material wie Laternenmasten, waren einfach umgeknickt. Der Grundstückszaun war unter dem Gewicht ebenfalls zerbrochen.

Die Twister Feuerwehr rückte umgehend aus und leitete den Verkehr innerorts um. Weil auch zahlreiche Sattelzüge über die schmalere Ausweichstrecke fuhren und an den Engstellen nur langsam fahren konnten, kam es zu teilweise erheblichen Verzögerungen. Der Verkehr staute sich über beide Ortsenden in Richtung Bad Arolsen beziehungsweise Berndorf hinaus.

Der direkt gegenüber ansässige Bauunternehmer Jörg Marpe zögerte nicht lange und setzten einen Bagger mit Greifer ein, um die Fahrbahn zu räumen. Ein Mitarbeiter der Waldeckischen Domanialverwaltung, der in Twiste wohnt, unterstützte die Räumungsarbeiten mit der Motorkettensäge. In Containern wurden die Überreste der Buche abtransportiert. Bis in den Abend hinein dauerte die Sperrung jedoch an. Der direkt an der Einsatzstelle ansässige Fleischerei Köchling stellte den Helfern belegte Brötchen und Kaffee zur Verfügung. (pfa) 


Vor drei Jahren kam es in Vöhl zu einer ähnlichen Situation - ein Autofahrer fing die Szene mit der Dashcam ein:
Herabstürzender Ast verfehlt fahrendes Auto knapp (08.08.2014, mit Video/Fotos)


Zuletzt geändert am Mittwoch, den 12. Juli 2017 um 22:27 Uhr