Vorsicht vor E-Mails: Betrüger locken mit Steuererstattung

Donnerstag, den 18. Mai 2017 um 09:59 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
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Wer eine solche Mail erhält, sollte sie am besten sofort löschen. Wer eine solche Mail erhält, sollte sie am besten sofort löschen. Screenshot: Polizei/Montage: pfa

WALDECK-FRANKENBERG. Betrüger versenden aktuell E-Mails und geben sich als das Finanzamt oder Bundeszentralamt für Steuern aus. Nach ähnlichen Fällen im Februar und März sind der Polizei im Landkreis Waldeck-Frankenberg erneut solche elektronische Schreiben bekannt geworden. Die Ermittler raten zur Vorsicht.

Es handelt sich dabei um eine gefälschte Mail und trägt den Betreff "Benachrichtigung über Steuerrückerstattung" und zeigt den Absender "meine(at)bzst.de". Im Text heißt es: "Nach den letzten jährlichen Berechnungen Ihrer steuerpflichtigen Aktivitäten haben wir festgestellt, dass Sie Anspruch haben auf eine Steuerrückerstattung von EUR 232,81. Bitte reichen Sie die Steuerrückerstattung Anfrage ein und gewähren Sie uns 3-5 Tage für die Verarbeitung." Nutzer, die aufgrund der erhofften Erstattung auf den eingefügten "Weiter"-Link klicken, landen auf einer gefälschten Internetseite, die der echten Website des Bundeszentralamtes für Steuern nachempfunden wurde.

Hier soll zunächst die eigene IBAN eingegeben werden. Im Verlauf werden weitere persönliche Daten wie Namen, Adressen und Kartennummern inklusive Prüfziffer abgefragt. Auch das Bundeszentralamt für Steuern warnt davor, auf solche oder ähnliche E-Mails zu reagieren. Aufforderungen zur Beantragung von Steuererstattungen würden grundsätzlich nicht per E-Mail verschickt und Bankverbindungen nie in dieser Form abgefragt. Für den Steuerbescheid sei zudem das örtliche Finanzamt zuständig, das den Steuerbescheid im elektronischen Steuerportal Elster bereitstellt.

Die Polizei empfiehlt: Wer Opfer einer Phishing-Attacke geworden ist und Passwort, PIN oder TAN auf einer betrügerischen Seite eingegeben hat, sollte sofort handeln. Wenn möglich, sind die PIN und das Passwort umgehend zu ändern. Bei Eingabe von Bankdaten sollte in jedem Fall sofort die Hausbank oder der Versandhändler informiert werden sowie der Onlinezugang und das Konto gesperrt werden. EC- und Kreditkarten können Verbraucher unter der deutschlandweiten Notrufnummer 116 116 sofort sperren lassen. Auch empfiehlt sich eine Anzeige bei der Polizei - "denn Phishing ist Diebstahl", sagte Polizeisprecher Jörg Dämmer. (pfa)  

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Zuletzt geändert am Donnerstag, den 18. Mai 2017 um 10:18 Uhr