Polizei gibt Asylbewerbern viele Tipps mit auf den Weg

Montag, den 06. Februar 2017 um 15:00 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Viele Flüchtlinge, Dolmetscher und ehrenamtliche Helfer folgten der Einladung der Polizei zu einer Präventionsveranstaltung in Sachsenhausen. Viele Flüchtlinge, Dolmetscher und ehrenamtliche Helfer folgten der Einladung der Polizei zu einer Präventionsveranstaltung in Sachsenhausen. Foto: Polizei

WALDECK. Der Einladung der Polizei zu einer Präventationsveranstaltung sind zahlreiche Flüchtlinge, Dolmetscher und ehrenamtliche Helfer gefolgt. Vor etwa 85 interessierten Zuhörern sprachen Michaela Urban und Frank Siedhoff von der Korbacher Polizei zu verschiedenen Themen.

"Flüchtlinge haben in ihren Heimatländern und bei ihrer Flucht häufig negative Erfahrungen mit der Polizei gemacht. Sie sehen deshalb die Polizei als Instrument, als Teil eines korrupten, willkürlichen Systems", sagte am Montag Polizeisprecher Volker König. Deshalb sei auch Prävention ein wichtiger Baustein der Integration. Welche Rolle hat die Polizei in unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung? Wie funktioniert das Zusammenleben in unserer Gesellschaft überhaupt? Diese und weitere Fragen thematisierten die beiden Polizeibeamten im Schulungsraum der Feuerwehr Sachsenhausen. Die Stadt Waldeck hatte diese Veranstaltung vorbereitet.

Frank Siedhoff, der bei der Polizeistation Korbach für Asyl- und Flüchtlingsfragen zuständig ist, stellte in seinem Vortrag die Grundzüge der polizeilichen Arbeit in den Mittelpunkt, um bei den Flüchtlingen ein Grundverständnis dafür zu entwickeln. Weitere Aspekte waren die Rechtsstaatlichkeit der Bundesrepublik Deutschland, die anhand der wichtigsten Artikel des Grundgesetzes dargestellt und einiger bedeutsamer Straftatbestände thematisiert wurde. In einem weiteren Themenkomplex referierte Michaela Urban über die Kriminalitätsfelder Gewalt in der Familie und häusliche Gewalt. Michaela Urban, die sich intensiv mit diesen Themenbereichen beschäftigt, zeigte hierzu einen Filmbeitrag und führte die Flüchtlinge durch eine Ausstellung, die sie eigens zum Thema häusliche Gewalt erarbeitet hat.

Wie bei vorangenen Veranstaltungen dieser Art, zum Beispiel im Dezember in Willingen, besprachen die beiden Beamten die Ereignisse der Silvesternacht 2015/2016 in Köln und gaben gerade den jüngeren Asylbewerbern wichtige Tipps zum Verhalten bei öffentlichen Großveranstaltungen mit auf den Weg.

Hakin Sahin, Migrationsbeauftragter beim Polizeipräsidium Nordhessen, zeigte sich sehr erfreut über das rege Interesse der Flüchtlinge. "Die vielen Fragen verdeutlichen, wie wichtig solche vertrauensbildenden Veranstaltungen der Polizei sind." (ots/pfa) 

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Zuletzt geändert am Montag, den 06. Februar 2017 um 15:11 Uhr