Zweijähriger Ausreißer - Hilfe über soziale Netzwerke

Dienstag, den 10. Januar 2017 um 12:10 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
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Über die sozialen Netzwerke machten zwei Teenager die Mutter eines Zweijährigen ausfindig, der sich von seinen Eltern unbemerkt auf Tour begeben hatte. Über die sozialen Netzwerke machten zwei Teenager die Mutter eines Zweijährigen ausfindig, der sich von seinen Eltern unbemerkt auf Tour begeben hatte. Foto: ots/Archiv

KORBACH. Ein zweijähriger Ausreißer ist dank der Hilfe einer Frau, zweier Jugendlicher und der Polizei rasch wieder mit seinen Eltern vereint worden. Mit einem in den sozialen Netzwerken geteilten Foto war es gelungen, die Mutter ausfindig zu machen.

Der zweijährige irakische Junge war am Montagnachmittag mutterseelenallein in der Jakob-Wittgenstein-Straße in Richtung Medebacher Landstraße unterwegs. Einer Frau aus Diemelsee fiel der Kleine auf, weil er zwar mit einer Jacke, aber nicht gerade winterfest angezogen war. Sie kümmerte sich um den Jungen, der sich aufgrund von Sprachbarrieren aber nicht verständlich machen konnte. Noch vor Eintreffen der Polizei boten zwei jugendliche Syrer ihre Hilfe an und statteten das Kleinkind mit einer wärmenden Mütze aus.

Die beiden Teenager stellten zudem Bilder des Kindes in sozialen Netzwerken ein und machten sich so auf die virtuelle Suche nach den Eltern - mit Erfolg, wie sich wenig später herausstellte. Die inzwischen eingetroffene Polizeistreife nahm den kleinen Ausreißer in Obhut und alle machten sich gemeinsam auf den Weg zur Polizeistation. Die Korbacher Stadtverwaltung kümmerte sich auf Bitten der Polizei um einen Dolmetscher, der kurze Zeit später ebenfalls auf der Wache eintraf. Er brachte in Erfahrung, dass der Vater des Jungen im Korbacher Krankenhaus behandelt wird.

Zwischenzeitlich hatten die beiden jugendlichen Syrer aber anhand der in den sozialen Netzwerken geposteten Bilder die Mutter des Jungen ausfindig gemacht. Sie kam sofort zur Polizeistation und schloss dort ihren Jungen wieder in die Arme. Die Frau hatte den Jungen bereits vermisst und vergeblich gesucht.

Es stellte sich heraus, dass es dem Kind wohl während der Wartezeit im Krankenhaus zu langweilig geworden war, so dass er sich alleine auf Abenteuerreise begab. "Dem kleinen aufgeweckten Jungen scheint der Ausflug allerdings gut gefallen zu haben", sagte am Dienstag Polizeisprecher Volker König. Mit großen Augen und einem strahlenden Lächeln habe das Kleinkind die Aufmerksamkeit genossen, die ihm zuteil wurde. "Als dann seine Mutter bei der Polizeistation eintraf, war die Freude aber noch größer", sagte der Sprecher zu dem glücklichen Ende des Falls. (ots/pfa)  


Ebenfalls einen Jungen, der allein war, hatte die Korbacher Polizei erst kürzlich wieder mit seinen Eltern vereint:
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Zuletzt geändert am Dienstag, den 10. Januar 2017 um 13:58 Uhr