Kind in Dorfitter "vergessen": Erst in Paderborn bemerkt

Freitag, den 30. Dezember 2016 um 09:16 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
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Polizisten der Korbacher Wache kümmerten sich um das "Findelkind". Polizisten der Korbacher Wache kümmerten sich um das "Findelkind". Foto: pfa/Archiv

DORFITTER. Kaum zu glauben: Eltern, deren elf Jahres altes Kind bei einer Pause in Dorfitter aus dem Auto gestiegen war, haben erst in Paderborn bemerkt, dass der Sprössling nicht mehr im Wagen saß. Passanten und die Polizei hatten sich zwischenzeitlich bereits um den Jungen gekümmert.

Wie der Dienstgruppenleiter der Korbacher Polizeistation am Freitag gegenüber 112-magazin.de berichtete, war die Familie aus dem Rhein-Main-Gebiet am Vorabend auf dem Weg nach Paderborn. Auf einem Parkplatz an der Ortsdurchfahrt von Dorfitter stoppten die Eltern zu einer kurzen Pause - dabei verließ der elfjährige Sohn den Wagen offenbar unbemerkt. Als seine Eltern gegen 18.30 Uhr die Fahrt fortsetzen, blieb der Junge versehentlich allein auf dem Parkplatz an der B 252 zurück.

Zuflucht erst beim Friseur und dann bei der Polizei
Mitarbeiter eines Friseursalons wurden auf das Kind aufmerksam, nahmen den Jungen auf und verständigten die Polizei. Eine Streifenwagenbesatzung holte den Elfjährigen in Dorfitter ab und nahm ihn mit zur Dienststelle. Erst etwa eine Stunde später, nachdem die Eltern in Paderborn eingetroffen waren und den leeren Platz auf dem Rücksitz bemerkt hatten, meldeten sie sich bei der Polizei in Korbach - dort vertrieb sich der Junge die Zeit mit Fernsehgucken.

Statt Erleichterung, dass es dem Kind gut geht und es sich in der Obhut der Polizei befand, zeigte der 48 Jahre alte Vater eine wenig nachvollziehbare Reaktion: "Der Mann war nicht gerade begeistert, dass er nochmal nach Korbach fahren musste, um sein Kind abzuholen", sagte der Dienstgruppenleiter. Der Mann traf schließlich gegen 20.30 Uhr auf der Dienststelle in der Kreisstadt ein. Warum es beiden Elternteilen zuvor über einen Zeitraum von etwa einer Stunde nicht aufgefallen war, dass der eigene Sohn nicht mit im Wagen saß, stand am Freitag zunächst nicht fest. (ots/pfa)   

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Zuletzt geändert am Freitag, den 30. Dezember 2016 um 09:46 Uhr