Im Kreisel lief's nicht ganz rund: Unfall bei Volkmarsen

Freitag, den 18. März 2016 um 08:32 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Die Arolser Polizei nimmt Unachtsamkeit als Unfallursache an. Die Arolser Polizei nimmt Unachtsamkeit als Unfallursache an. Foto: Matthias Guthardt/privat

VOLKMARSEN. Das mit der Fahrt durch den Kreisel auf der L 3080 hat ein Lieferant einer Großbäckerei sozusagen nicht gebacken bekommen: Mit seinem 12-Tonner landete der 47-Jährige am frühen Morgen auf der Mittelinsel. Der Fahrer blieb bei dem Malheur unverletzt.

Der Unfall passierte Freitagfrüh gegen halb fünf, als der Fahrer einer überregionalen Großbäckerei mit seinem 12-Tonner nicht dem kurvigen Straßenverlauf folgte, sondern einfach geradeaus fuhr - der Lastwagen überfuhr den Bordstein der aus Erdreich aufgeschütteten Mittelinsel und blieb schließlich darauf stehen. Aus eigener Kraft ging es weder vor noch zurück, das Unternehmen forderte einen Bergungsdienst mit Spezialfahrzeug an. Gegen 6.30 Uhr hatte der Lkw wieder festen Boden, sprich Asphalt, unter den Rädern. Der Schaden ist mit wenigen tausend Euro relativ gering.

Warum der Lkw-Fahrer nicht dem Straßenverlauf folgte, war der Polizei zunächst ein Rätsel - zumal der Fahrer die Strecke den Angaben zufolge häufiger befährt. Die Beamten nahmen Unachtsamkeit als Unfallursache an, Alkohol jedenfalls sei nicht im Spiel. Auf andere Ursachen, beispielsweise dass der 47-Jährige eingenickt sein könnte, habe man keine Hinweise. Trotzdem wird der Mann seinem Chef gegenüber nun erstmal kleine Brötchen backen müssen...

Kreisel mit besonderer Anziehungskraft
Trotz entsprechender Beschilderung hat es der im Jahr 2015 fertiggestellte Kreisverkehr auf der L 3080 zwischen Volkmarsen und Wetterburg offenbar in sich: Mehrere Verkehrsteilnehmer landeten bereits mit ihren Fahrzeugen auf der Mittelinsel oder flogen gar darüber und prallte gegen die Leitplanke oder in den Graben. Die Ursachen dabei waren unter anderem Alkohol, Unachtsamkeit oder auch blindes Navi-Vertrauen: Weil die veränderte Straßenführung noch nicht auf der Karte in seinem Navigationsgerät eingepflegt war, fuhr Mitte September fuhr ein 22-Jähriger geradeaus auf und über die Insel. Zwar wurde damals niemand verletzt, der Schaden am Fahrzeug betrug aber rund 10.000 Euro. Teurer Irrtum...

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Zuletzt geändert am Samstag, den 19. März 2016 um 10:12 Uhr