Gewitter, Starkregen: Blitzeinschläge und Wasser im Keller

Freitag, den 21. Juni 2013 um 06:16 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
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Über den Landkreis zog in der Nacht eine heftige Gewitterfront hinweg. Über den Landkreis zog in der Nacht eine heftige Gewitterfront hinweg. Foto: Karsten Bechstedt/Archiv

WALDECK-FRANKENBERG. Ein heftiges Gewitter mit Starkregen hat in der Nacht zu Freitag - pünktlich zum Sommeranfang - für mehrere Feuerwehreinsätze gesorgt. Größere Schäden blieben aber nach Angaben der Polizei aus, verletzt wurde niemand.

Nachdem am Nachmittag bereits Starkregen über den Landkreis hinweggezogen war, zog in der Nacht zu Freitag ein heftiges Gewitter auf. Ab etwa 1 Uhr kam es dabei zu Blitzeinschlägen, die teilweise auch Alarmanlagen auslösten. In einem Wohnhaus in Osterfeld ließ ein Blitzeinschlag laut Polizei die Sicherung herausfliegen, außerdem lösten in mehreren Orten vor allem im Frankenberger Land Brandmeldeanlagen aus, woraufhin die Feuerwehren ausrückten.

Zwei Bäume kippten durch das Unwetter auf Straßen: Kurz vor Rosenthal, von Bracht kommend, entdeckte ein Autofahrer gegen 1.10 Uhr einen umgestürzten Baum. Nachdem eigene Versuche, den Baum zur Seite zu ziehen, gescheitert waren, verständigte der Autofahrer die Feuerwehr. Die Rosenthaler Kameraden rückten aus und setzten die Kettensäge ein, um das Hindernis zu entfernen. Auf der Strecke zwischen Frankenberg und Schreufa, kurz vor der Stoelckerkurve, reichte die Kraft zweier Polizisten aus: Eine Streifenwagenbesatzung zog hier einen kleineren Baum zur Seite, der auf die L 3076 gekippt war.

"Wasser im Keller" - so hieß es gegen 1.40 Uhr in der Alarmierung der Feuerwehr Wellen, die zur Hilfeleistung in die Geismarer Straße ausrückte. Wenig später waren auch die Kameraden in Anraff gefordert, als im dortigen Rundweg ebenfalls Wasser in einen Keller zu fließen drohte.

Zu einem gemeldeten Wohnhausbrand in Massenhausen alarmierte die Leitstelle gegen 1.50 Uhr die Feuerwehren aus Bad Arolsen, Mengeringhausen und Massenhausen. Nach Angaben von Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Meyer war der Blitz in den Dachstuhl eines Hauses in der Straße Am Tannengarten eingeschlagen, das Gebäude war anschließend stromlos und Bewohner hatte in Dach offenbar ein Feuer entdeckt. Als die alarmierten Feuerwehren mit insgesamt etwa 50 Mann eintrafen, brannte es dort aber nicht mehr. Die Brandschützer kontrollierten das Gebäude mit der Wärmebildkamera und rückten wenig später wieder ab.

In der Kreisstadt schlug der Blitz unter anderem in einem Haus Am Waldecker Berg ein, der getroffene Schornstein und - durch herabfallende Betonteile - auch ein Auto wurden beschädigt (Bilder und weitere Informationen auf hansestadt-korbach.de) Ebenfalls in Folge des nächtlichen Unwetters wurde am Freitagmorgen die Feuerwehr in Schiffelbach alarmiert, um auf die Heimbacher Straße geflossenen Schlamm zu beseitigen. Die Kameraden blieben bis in den frühen Nachmittag hinein im Einsatz, weil auch aus mehreren vollgelaufenen Kellern Wasser herausgepumpt werden musste und es noch an anderen Stellen verschmutzte Straßen gab.

Zuletzt geändert am Freitag, den 21. Juni 2013 um 17:49 Uhr