Brand: Sechs Menschen verletzt, Katzen tot

Montag, den 24. Mai 2010 um 19:59 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
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Helle Flammen schlugen aus der brennenden Wohnung. Helle Flammen schlugen aus der brennenden Wohnung. Fotos: Nguyen (1), Morlock (3), 112-magazin.de

BAD WILDUNGEN. Nach einem Großbrand in der Hinterstraße in der Wildunger Altstadt sind am Pfingstmontagabend fünf Erwachsene und ein Kind ins Krankenhaus gekommen. Alle hätten Rauchgase eingeatmet und seien vorsorglich mit mehreren Rettungswagen in Kliniken gebracht worden. Äußere Verletzungen hätten weder die fünf Erwachsenen noch das Kleinkind erlitten, sagte ein Polizist an der Brandstelle gegenüber 112-magazin.de. Angaben über das Alter der Betroffenen machte die Polizei zunächst nicht. Zwei Katzen starben bei dem Feuer.

Der Brand im ersten Stock eines Mehrfamilienhauses war gegen 18.40 Uhr vermutlich in der Küche aus noch unbekannter Ursache ausgebrochen. Flammen schlugen wenig später meterhoch aus den geborstenen Fenstern. Eine Frau habe sich während des Feuers auf einen Balkon auf der Rückseites des Hauses gerettet und sei von Nachbarn über eine Leiter gerettet worden, sagte Feuerwehrsprecher Udo Paul. Die anderen Personen hätten das Gebäude selbst verlassen können.

Die Wildunger Stützpunktfeuerwehr rückte innerhalb weniger Minuten mit rund 35 Einsatzkräften in sieben Fahrzeugen zur Brandstelle in der engen Altstadtgasse aus. Drei Trupps seien zum Innengriff und zur Personensuche unter Atemschutz in das Mehrfamilienhaus vorgegangen. Auch im Außenangriff sowie für kurze Zeit von der Drehleiter aus löschten die Freiwilligen die Flammen. Die breiteten sich nicht nur in der betroffenen Wohnung in einen weiteren Raum aus, sondern fraßen sich auch in die Geschosse darüber. Der eigentliche Brand war laut Paul nach etwa 30 Minuten gelöscht, die Nachlöscharbeiten und die Suche nach möglichen Glutnestern im Gebäude dauerten bis nach 20 Uhr an.

Bis auf Probleme bei der Anfahrt - wieder einmal hätten falsch geparkte Autos die Alarmfahrt der großen Einsatzfahrzeuge erschwert - habe der eigentliche Einsatz reibungslos funktioniert. Auch Löschwasser sei ausreichend aus den Tanks der Fahrzeuge sowie aus dem Hydrantennetz vorhanden gewesen.

Zwei Beamte der Kriminalpolizei nahmen noch am Abend an der Brandstelle die Ermittlungen zur Brandursache auf. Angaben zur Schadenshöhe waren zunächst nicht möglich. Anwohner sagten, die Bewohner der vom Brand betroffenen Wohnung seien erst vor kurzer Zeit in die Hintergasse gezogen. Die Polizei bestätigte oder dementierte dies nicht.

Zuletzt geändert am Sonntag, den 16. Oktober 2011 um 19:24 Uhr