Hütte abgefackelt, Wohnhausbrand knapp entgangen / VIDEO

Sonntag, den 07. April 2013 um 20:38 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
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BAD AROLSEN. Ein Gartenhaus aus Holz und eine Tujahecke sind am Sonntagabend zwischen zwei Einfamilienhäusern im Braunser Weg in Brand geraten. In den ersten Notrufen hatten besorgte Bürger einen Wohnhausbrand gemeldet.

Und genau dazu hätte sich das Feuer entwickeln können, wenn es nachts ausgebrochen und einige Minuten später entdeckt worden wäre - davon jedenfalls waren Feuerwehrleute und Polizisten an der Einsatzstelle im Braunser Weg überzeugt. Aus bislang ungeklärter Ursache war das Feuer kurz vor 19 Uhr ausgebrochen. Ob zuerst die Hecke zwischen den beiden Grundstücken brannte und auf die Hütte übergriff oder umgekehrt, vermochte zunächst niemand so genau zu sagen.

Die mit dem Alarmstichwort "Wohnhausbrand" komplett alarmierte Arolser Kernstadtwehr rückte mit mehreren Fahrzeugen aus, darunter die Drehleiter. Bereits beim Ausrücken sei eine schwarze Rauchsäule zu sehen gewesen, berichtete Wehrführer und Einsatzleiter Gordon Kalhöfer. Noch auf der Anfahrt sei dann zumindest teilweise Entwarnung gekommen: Nicht ein Wohnhaus, sondern "nur" die Holzhütte im Garten stand in Flammen. Beim Eintreffen der Kameraden brannten Hecke und Hütte, in der unter anderem Brennholz gelagert wurde, lichterloh. Durch Funkenflug gerieten sogar mehrere Meter entfernt stehende Bäume teilweise in Brand.

Mehrere Trupps unter Atemschutz
Unter Atemschutz bekämpften mehrere Trupps mit mehreren Rohren die Brände und kühlten das Wohnhaus selbst - die enorme Hitzeentwicklung hatte bereits die Styropordämmung stark beschädigt, Rollläden schmilzen und Fensterscheiben bersten lassen. Das direkt betroffene Wohnhaus war laut Kalhöfer im Inneren auch schon verraucht. Hier setzten die Feuerwehrleute einen Hochdrucklüfter ein. Außerdem überprüften die Einsatzkräfte zwei Wohnungen eines benachbarten Mehrfamilienhauses - dorthin war Brandrauch gezogen und hatte sich zeitweise auf den Balkonen gesammelt. Insgesamt waren 25 Feuerwehrleute im Einsatz, außerdem die Besatzung eines Rettungswagens zur Brandstellenabsicherung. Eine Anwohnerin hatte offenbar Kreislaufprobleme und wurde von den Rettungskräften behandelt.

Die Bewohner des Einfamilienhauses, ein früheres Musterhaus, waren zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nach eigenen Angaben nicht zu Hause. "Mein Bruder rief mich an und sagte mir, dass es bei uns brennt", sagte der Hausherr gegenüber 112-magazin.de. Wodurch das Feuer ausgebrochen sein könnte, wusste der Mann nicht. Die Kripo übernahm noch am Abend die Ermittlungen. Der Schaden beläuft sich in fünfstelliger Höhe, genauere Angaben waren zunächst nicht möglich.


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Feuerwehr Bad Arolsen

Zuletzt geändert am Montag, den 08. April 2013 um 08:57 Uhr

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