Schwelbrand löst Alarm aus - Mieterin bewusstlos

Samstag, den 17. November 2018 um 15:33 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Unter Atemschutz drang ein Trupp in die verrauchte Wohnung ein  Unter Atemschutz drang ein Trupp in die verrauchte Wohnung ein Symbolbild 112-magazin

KORBACH. Kein Feuer aber starke Rauchentwicklung in einer Dachgeschosswohnung in der Straße "Neuer Weg" in Korbach rief am Samstag die Kernstadtwehr, Polizeikräfte und den Rettungsdienst auf den Plan.

Nach ersten Erkenntnissen wurde der Leitstelle am Samstagmorgen um 9.03 Uhr starke Rauchentwicklung in dem Mehrfamilienhaus gemeldet. Daraufhin wurden Maßnahmen zur Rettung von Personen, die sich im Gebäude befinden eingeleitet sowie die Freiwillige Feuerwehr Korbach zur Brandbekämpfung alarmiert - eine Polizeistreife traf ebenfalls vor Ort ein.

Kernstadtwehr im Einsatz

Einsatzleiter Carsten Vahland und weitere 23 Brandschützer erreichten den Einsatzort zeitnah. Nach Erkundung der Lage ließ Vahland einen Trupp mit Atemschutz ausrüsten und in das Gebäude vorgehen. Der komplette Wohnbereich war zu diesem Zeitpunkt völlig verraucht und verrußt. Die Mieterin, sowie ein Bekannter der Dame, hatten die Wohnung zu diesem Zeitpunkt bereits verlassen, wurden von der Feuerwehr in Empfang genommen und an den Rettungsdienst übergeben. Hier stellte sich heraus, dass die Mieterin bereits bewusstlos von ihrem Bekannten aufgefunden und aus dem Haus getragen worden war. Die Einsatzkräfte stellten den Herd ab und nahmen die verschmorten Töpfe und einen verkokelten Wasserkocher von der Herdplatte.

Wie entstand die Rauchentwicklung?

Die Mieterin hatte einen Topf mit Fett auf die eingeschaltete Herdplatte gestellt, war dann in einen anderen Raum gegangen und dort versehentlich eingeschlafen. Ihr Bekannter, der in einem anderen, verschlossenen Zimmer ruhte, wurde nach einiger Zeit durch die akustischen Signale der Rauchwarnmelder geweckt, er suchte sich seinen Weg durch die qualmende Wohnung und fand die bereits bewusstlose Frau im Wohnbereich vor. Mit letzter Kraft und ebenfalls durch eingeatmeten Rauch geschwächt, konnte der Mann seine Bekannte retten und der Feuerwehr übergeben.

Rauchwarnmelder retten Leben

Der alarmierte Rettungsdienst übernahm die beiden Verletzten und lieferte sie in das Korbacher Krankenhaus ein. Wie Carsten Vahland auf Nachfrage von 112-magazin mitteilte, hätte die Sache weitaus schlimmer enden können. "Die installierten Rauchwarnmelder haben eindeutig Leben gerettet", so der Einsatzleiter, der zum Schluss mit einem Hochdrucklüfter das Treppenhaus und die Wohnung rauchfrei blasen ließ. 

Gegen 10 Uhr konnte Carsten Vahland Entwarnung geben, die vier Fahrzeuge und die Mannschaften rückten wieder in ihren Standort ein. Die Sachschadenshöhe steht noch nicht fest.  (112-magazin)

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Zuletzt geändert am Samstag, den 17. November 2018 um 16:40 Uhr