Brand in Mehrfamilienhaus: Feuerwehr rettet 14 Personen

Sonntag, den 24. Juni 2018 um 18:30 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Fünf Personen mussten über eine Drehleiter gerettet werden. Fünf Personen mussten über eine Drehleiter gerettet werden. Foto: Feuerwehr Marsberg

MARSBERG. Ein Großeinsatz für Feuerwehr und Rettungsdienst ereignete sich in den frühen Morgenstunden des vergangenen Sonntags in der Marsberger Innenstadt. 14 Personen mussten von der Feuerwehr unter anderem mit der Drehleiter aus ihren Wohnungen gerettet werden, nachdem es im Keller eines Mehrfamilienhauses aus ungeklärter Ursache zu einem Brand gekommen war. 

Gegen 4.45 Uhr in der Früh gab es Sirenenalarm für die Feuerwehren aus Marsberg und Obermarsberg sowie für den Rettungsdienst. Gemeldet wurde ein Kellerbrand mit Menschenleben in Gefahr. Dies bestätigte sich beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute an der Einsatzstelle. Mehrere Personen machten sich an den Fenstern ihrer Wohnungen bemerkbar und riefen um Hilfe. Aus mehreren Kellerfenstern quoll dichter Rauch hervor, ebenso aus mehreren Geschossfenstern. Auch das Treppenhaus des Hauses war bereits vollständig verraucht und nicht mehr begehbar.

Infolge dessen wurde auch die Löschgruppe Erlinghausen alarmiert, ebenso wurden weitere Einheiten des Rettungsdienstes aus der näheren Umgebung sowie des Deutschen Roten Kreuzes zur Einsatzstelle gerufen. Die Einsatzleitung entschied daraufhin, Personen an den Fenstern über die Drehleiter aus ihren Wohnungen im zweiten und dritten Obergeschoss zu retten. Als das Feuer gelöscht und das Treppenhaus mit Hochdrucklüftern belüftet wurde, konnte die Menschenrettung auch über das Treppenhaus vorgenommen werden.  Binnen weniger Minuten konnten die Einsatzkräfte der Feuerwehr sämtliche Personen aus dem Gebäude retten und dem Rettungsdienst übergeben.

Dazu wurde auf einem nahe gelegenen Parkplatz eine Sammel- und Betreungsstelle eingerichtet. Aufgrund der hohen Anzahl an betroffenen Personen waren zwischenzeitlich sieben Rettungswagen vom Rettungsdienst und DRK an der Einsatzstelle. Alle Betroffenen wurden noch an der Einsatzstelle vom leitenden Notarzt untersucht, schwer verletzt wurde bei dem Brand glücklicherweise niemand. Vorsorglich wurden aber alle Bewohner ins Marsberger Krankenhaus gebracht, um sie auf eine Rauchgasvergiftung zu untersuchen.  Auch der Brand konnte schnell gelöscht werden, das Feuer blieb auf einen Kellerraum begrenzt.

Allerdings erschwerten starker Rauch und Hitze das Vorgehen der Einsatzkräfte: Insgesamt fünf Trupps mussten unter schwerem Atemschutz zur Menschenrettung, Brandbekämpfung und zur Kontrolle des Treppenhauses vorgehen.  Nach Abschluss der Löscharbeiten wurden durch die Feuerwehr die betroffenen Bereiche des Hauses mit Hochdrucklüftern belüftet, ehe die Einsatzstelle dem Eigentümer übergeben werden konnte.  Dieser Einsatz stellte die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei vor große Herausforderungen, die aber zügig und erfolgreich bewältigt werden konnten. Aufgrund der Vielzahl an betroffenen Personen war ein Großaufgebot an Rettungskräften notwendig.

So waren etwa 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr aus Marsberg, Obermarsberg und Erlinghausen mit acht Einsatzfahrzeugen an der Einsatzstelle tätig, ebenso Wehrleiter Alfons Kleffner. Der Rettungsdienst war mit Rettungswagen aus Marsberg, Bad Arolsen, Fürstenberg, Diemelsee-Adorf, Warburg sowie vom DRK Ortsverband Brilon-Marsberg vor Ort, ebenso der Leitende Notarzt und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst.

Die Gesamteinsatzleitung lag beim Marsberger Löschzugführer Michael Zinkhöfer. Das Ordnungsamt der Stadt Marsberg musste ebenfalls in das Einsatzgeschehen eingebunden werden, um den Verbleib der betroffenen Hausbewohner zu klären. Auch die Energieversorger für Strom und Gas kamen mit ihren Bereitschaftsdiensten zur Einsatzstelle.   Nach etwa zwei Stunden war der Einsatz für die Feuerwehr beendet, die beteiligten Einheiten konnten wieder in ihre Unterkünfte abrücken. Insgesamt lief die Arbeit an der Einsatzstelle hervorragend, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einheiten aus Feuerwehr und Rettungsdienst verlief reibungslos.

Zur Ursache des Brandes hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen.

Zuletzt geändert am Sonntag, den 24. Juni 2018 um 18:45 Uhr