Edertaler schwer verletzt - Dacia Schrott (aktualisiert, mit Fotostrecke)

Samstag, den 17. Februar 2018 um 09:20 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Am 16. Februar ereignete sich ein Alleinunfall auf der L 3383 zwischen Wellen und Bergheim Am 16. Februar ereignete sich ein Alleinunfall auf der L 3383 zwischen Wellen und Bergheim Titelbild/Fotos: 112 Magazin

WELLEN/BERGHEIM. Mit schweren Verletzungen wurde am Freitag ein 67 Jahre alter Mann aus der Gemeinde Edertal mit dem Rettungshubschrauber der Johanniter Unfallhilfe in eine Spezialklinik geflogen - der Verletzte hatte aus bislang unbekannten Gründen auf der Landesstraße zwischen Wellen und Bergheim die Kontrolle über seinen Wagen verloren und war mit einem Baum kollidiert. 

Auch 12 Stunden nach dem schweren Verkehrsunfall (wir berichteten) steht nicht fest, wieso der Edertaler auf seiner Fahrt von Wellen nach Bergheim mit seinem Pkw nach links über die Gegenfahrbahn geriet und mit der Front und der linken Seite seines blauen Dacia Sandero gegen einen Baum geprallt war. Nach dem Crash schoss der Wagen noch 30 Meter über die Fahrbahn und blieb dort stehen.

Nach ersten Erkenntnissen hatte ein Verkehrsteilnehmer die Leitstelle Waldeck-Frankenberg über einen Unfall auf der Landesstraße 3383 informiert und berichtet, dass eine Person in seinem Fahrzeug eingeklemmt sei. Daraufhin wurde die gemeinsame Wehr Bergheim-Giflitz sowie die Wehr aus Hemfurth um 18.42 Uhr alarmiert. Polizeikräfte, eine RTW-Besatzung des DRK aus Lieschensruh und ein Notarzt aus Bad Wildungen eilten ebenfalls zur Unfallstelle.

Bei Eintreffen der Wehren und Retter bot sich den Einsatzkräften ein schlimmes Bild: Der Fahrer des Sandero war durch den Aufprall in seinem Autowrack eingeklemmt worden. Mit hydraulischem Gerät trennte die Giflitzer Wehr die B-Säule und die Seitentür vom Chassis und zog den Verletzten schonend  aus dem Fahrzeug. Notarzt und Rettungsassistenten transportierten den Verletzten zum RTW und kämpften dort um das Leben des 67-Jährigen. Aufgrund der Schwere der Verletzungen entschied sich der Notarzt einen Rettungshubschrauber aus Mittelhessen anzufordern. Als Landeplatz wurde der Feuerwehrstützpunkt Bad Wildungen gewählt. Dort bereiteten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bad Wildungen die Landung vor, leuchteten den Landeplatz aus und lotsten den Helikopter über Funk zur Bodenplatte. Um 19.58 Uhr, hob der Hubschrauber ab, um den inzwischen stabilisierten Patienten in die Klinik nach Gießen zu transportieren.

Mit insgesamt 34 Einsatzkräften waren die Freiwilligen aus Giflitz, Hemfurth und Bergheim in das Geschehen eingebunden worden. Sie leuchteten die Unfallstelle aus, unterstützten die Polizei bei der Sperrung der Landesstraße, retteten den Verletzten aus dem Autowrack und reinigten im Nachgang die Straße von Fahrzeugteilen und Betriebsstoffen.

Auf insgesamt 5500 Euro schätzt die Polizei den Sachschaden an dem völlig zerstörten blauen Dacia, die Landesstraße 3383 war für knapp zwei Stunden bis zum Abtransport des Unfallautos gesperrt.  (112-magazin)

Zuletzt geändert am Sonntag, den 18. Februar 2018 um 09:26 Uhr