Brand am Nationalparkzentrum: Hoher Sachschaden, Wehren rechtzeitig zur Stelle

Freitag, den 01. Dezember 2017 um 01:28 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
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Die Einsatzkräfte der Feuerwehren waren schnell vor Ort und konnten einen Großbrand an der B 252 verhindern Die Einsatzkräfte der Feuerwehren waren schnell vor Ort und konnten einen Großbrand an der B 252 verhindern Fotos: 112 Magazin

HERZHAUSEN. Ein Brand am späten Abend des 30. Novembers rief die Feuerwehren der Großgemeinde Vöhl und Frankenberg auf den Plan. Zunächst wurde um 22.05 Uhr der Brand einer Scheune gemeldet. Nur etwa zwei Minuten später wurde klar, dass auch das Nationalparkzentrum betroffen ist. 

Auf Grund der Einsatzlage machten sich etwa 65 Einsatzkräfte auf den Weg zum Museum. Ersichtlich war bei Eintreffen, dass ein Unterstand auf der Rückseite des Nationalparkzentrums begonnen hatte zu brennen und das Feuer auf die Fassade des Museums übergegangen war. Gedankenschnell wurde der Bereich zwischen Unterstand und Fassade getrennt und abgelöscht um weitere Schäden zu vermeiden. Da sich das Feuer zu Teilen aber bereits innerhalb des Museums ausgebreitet hatte, wurde mit möglichst wenig Wasser auch innerhalb des Museums gearbeitet. Ziel war es, schlimmere Wasserschäden zu vermeiden. 

Bei Eintreffen der Wehren war das Feuer zum Glück nur auf die Büroräume des Komplexes übergegriffen, das Schließen der integrierten Brandschutztüren verhinderte, dass es sich auf die Ausstellungsräume ausbreiten konnte. Die Frankenberger Feuerwehr half anschließend mit einer Drehleiter, das Gebäude von oben zu begutachten. Die notwendige Wasserversorgung erhielten die Einsatzkräfte aus einer speziell für solche Fälle angelegten Leitung unterhalb der Bundesstraße 252.

Um das Gebäude im Anschluss lüften zu können, wurde der Rauchentwicklung mit Hilfe eines Schaumteppichs entgegengewirkt. Das Gebäude wurde abschließend gesichert. 

Das in Brand geratene Auto und der Unterstand wurden bei dem Brand völlig zerstört, auch die Fassade des Nationalparkzentrums wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Zudem wurden zehn Fensterscheiben zerstört, diese wurden durch einen Schreiner versiegelt. Voraussichtlich werden sämtliche Maßnahmen noch bis tief in die Nacht dauern. Der Sachschaden wird derzeit auf mehrere zehntausend Euro geschätzt. 

Vor Ort waren zwischenzeitlich zudem drei Polizeistreifen und ein Rettungswagen, Personen wurden aber glücklicherweise nicht verletzt. Wie das Feuer entstehen konnte ist noch nicht abschließend geklärt. Die Einsatzleitung hatte Gemeindebrandinspektor Bernd Schenk.

Zuletzt geändert am Freitag, den 01. Dezember 2017 um 11:14 Uhr